Trink- und Abwasser wurden zu Beginn des Jahres 2026 in Brandenburg im Durchschnitt wiederholt etwas teurer, in Berlin bleibt der Wasserpreis weiter unverändert.
Moderate Aufwärtsbewegung in beiden Kategorien, in der Mehrheit der Orte aber unveränderte Preise
In Brandenburg kostete der Kubikmeter Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser zum 1. Januar 2026 im Durchschnitt 5,92 Euro⁽¹⁾ʼ⁽²⁾, sofern Einmalzahlungen für die Herstellung des Trink- und/oder Ab-/Schmutzwasseranschlusses erhoben werden. Das entspricht einem moderaten Preisanstieg von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 5,77 Euro je Kubikmeter⁽¹⁾ʼ⁽²⁾. Nutzer von Anschlüssen ohne erhobene Einmalzahlungen mussten dagegen einen höheren Mischpreis von 6,61 Euro je Kubikmeter zahlen⁽¹⁾ʼ⁽²⁾. Hier ist der Durchschnittspreis im Vergleich zum Vorjahreswert um 2,2 Prozent⁽¹⁾ʼ⁽²⁾ angestiegen (Mischpreis am 01.01.2025: 6,47 Euro je Kubikmeter⁽¹⁾ʼ⁽²⁾).
Der höchste Mischpreis für die Sparte Wasser und Abwasser muss in Lübben gezahlt werden, wo der Mischpreis zum Stichtag am 01.01.2026 bei 12,19 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ liegt. Es folgen Spremberg mit 9,87 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾, Schwarzheide mit 8,34 Euro je Kubikmeter⁽³⁾, Senftenberg mit 8,27 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ und Lauchhammer mit 8,21 Euro je Kubikmeter⁽³⁾. Auch in Eisenhüttenstadt mit 8,05 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾, in Großräschen mit 8,12 Euro je Kubikmeter⁽³⁾, in Oranienburg mit 7,86 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ sowie in der Landeshauptstadt Potsdam mit 7,59 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ liegt der Mischpreis deutlich über dem brandenburgischen Durchschnitt.
Am preiswertesten ist die Wasserversorgung und Wasserentsorgung für das BBU-Modellhaus wie im Vorjahr in Erkner, Neuenhagen bei Berlin und Rüdersdorf bei Berlin mit jeweils 4,16 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ sowie in Strausberg mit 4,31 Euro je Kubikmeter⁽³⁾. Auch in Bad Liebenwerda und Elsterwerda liegt der Brutto-Mischpreis für Trink-, Ab- (bzw. Schmutz-) und Niederschlagswasser mit jeweils 4,39 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ signifikant unter dem vom BBU berechneten Durchschnittswert. In der Kategorie ohne verlangte Einmalzahlungen war Wasser in Prenzlau mit 4,82 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ und in Pritzwalk mit 4,86 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ am günstigsten.
Die höchste Preis- bzw. Gebührensteigerung gab es in Potsdam. Hier stiegen die Wasserpreise im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent auf 7,59 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ an. Aber auch die Preissteigerungen in Jüterbog um 11,4 Prozent, in Großräschen um 9,9 Prozent, in Lauchhammer um 9,8 Prozent und in Senftenberg um 9,7 Prozent waren durchaus deutlich.
Preisrückgänge blieben dagegen die Ausnahme:
Am stärksten und als einziger Standort in beiden Kategorien ging der Mischpreis für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung in Falkensee zurück, wo der Mischpreis für das BBU-Modellhaus um 12,9 Prozent auf einen Wert von 4,61 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ gesunken ist. Für mehr als die Hälfte der aufgeführten Städte und Gemeinden blieb der Mischpreis zum Stichtag dagegen unverändert – die Aufwärtsbewegung im Landesdurchschnitt wird damit von einer begrenzten Zahl deutlicher Einzelerhöhungen getragen.
Für das BBU-Modellhaus im Land Brandenburg müsste das Wohnungsunternehmen, falls Einmalzahlungen für die Herstellung des Trink- bzw. Ab-/Schmutzwasseranschlusses verlangt werden, beim teuersten Anbieter 4,18 Euro je Kubikmeter mehr für Wasser/Abwasser bezahlen als beim günstigsten Anbieter – eine Differenz von 100,5 Prozent. Eine noch größere Spannweite haben die Mischpreise für Trink- und Abwasser ohne verlangte Einmalzahlungen: hier liegt die Preisdifferenz zwischen dem größten und dem kleinsten Mischpreis bei 7,37 Euro je Kubikmeter – eine Differenz von 152,9 Prozent.
In Berlin lag der Mischpreis zum 1. Januar 2026 für einen Kubikmeter Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser für das BBU-Modellhaus bei 4,51 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾. Der Preis für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung ist damit im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Für das BBU-Modellhaus hätten Wohnungsunternehmen in Berlin damit 3,08 Euro pro Kubikmeter weniger zahlen müssen als in Potsdam – eine Differenz von 68,3 Prozent.
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⁽¹⁾ Wie oben bereits erwähnt basieren die Berechnungen seit 2025 auf dem neuen aktualisierten BBU-Modellhaus. Da bereits im Vorjahr 2025 die neuen Annahmen für das Modellhaus verwendet wurden, basieren ab dieser Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 die relativen und absoluten Mischpreisunterschiede auch wieder auf den im Vorjahr veröffentlichten Mischpreisen der jeweiligen Sparte sowie Stadt beziehungsweise Gemeinde.
⁽²⁾ Der mittlere Vorjahresmischpreis wurde insoweit angepasst, dass er sich auf dieselben Städte und Gemeinden bezieht, wie der aktuelle mittlere Mischpreis vom 01.01.2026. Zusätzlich wurden – insofern in der Tabelle des Artikels ausgewiesen – nachträglich umgesetzte Korrekturen einzelner Preise für das Jahr 2025 durch die Ver- und Entsorger berücksichtigt.
⁽³⁾ Für die Herstellung des Trink- bzw. Ab-/Schmutzwasseranschlusses werden Einmalzahlungen verlangt.
⁽⁴⁾ Für die Herstellung des Trink- bzw. Ab-/Schmutzwasseranschlusses werden keine Einmalzahlungen verlangt.
Weitere Artikel zu den Ergebnissen des BBU Preisspiegels 2026 finden Sie hier:
Zusammenfassung des BBU- Preisspiegels 2026
Preisentwicklung für das BBU-Modellhaus
Fernwärme
Erdgas
Haushaltsstrom
Heizöl
Müllentsorgung
Grundsteuer B
Teilnahmestatistik der Ver- und Entsorger in Brandenburg
Angaben zum Modellhaus
Rückblick: Zusammenfassung des BBU- Preisspiegels 2025
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