Trink- und Abwasser wurden zu Beginn des Jahres 2025 in Brandenburg im Durchschnitt wiederholt etwas teurer, in Berlin bleibt der Wasserpreis vorerst weiter unverändert.
Relativ häufig sichtbar teurer
In Brandenburg kostete der Kubikmeter Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser zum 1. Januar 2025 im Durchschnitt 5,81 Euro⁽¹⁾ʼ⁽²⁾, sofern Einmalzahlungen für die Herstellung des Trink- und/oder Ab-/Schmutzwasseranschlusses erhoben werden. Das entspricht einem moderaten Preisanstieg von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 5,66 Euro je Kubikmeter⁽¹⁾ʼ⁽²⁾.
Nutzer von Anschlüssen ohne erhobene Einmalzahlungen mussten dagegen einen etwas höheren Mischpreis von 6,18 Euro je Kubikmeter zahlen⁽¹⁾ʼ⁽²⁾. Hier ist der Durchschnittspreis im Vergleich zum Vorjahreswert um 1,2 Prozent⁽¹⁾ʼ⁽²⁾ angestiegen (Mischpreis am 01.01.2024: 6,10 Euro je Kubikmeter⁽¹⁾ʼ⁽²⁾).
Der höchste Mischpreis für die Sparte Wasser und Abwasser muss in Spremberg gezahlt werden, wo der Mischpreis zum Stichtag am 01.01.2025 bei 9,87 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ liegt. Es folgen Eisenhüttenstadt mit 8,05 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾, Oranienburg mit 7,81 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ und die Landeshauptstadt Potsdam mit 7,59 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾. Auch in Lauchhammer liegt der Mischpreis mit 7,48 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ deutlich über dem brandenburgischen Durchschnitt.
Am preiswertesten ist die Wasserversorgung und Wasserentsorgung für den BBU-Musterhaushalt wie im Vorjahr in Erkner, Neuenhagen bei Berlin und Rüdersdorf bei Berlin mit jeweils 3,83 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ sowie in Strausberg mit 3,98 Euro je Kubikmeter⁽³⁾. Auch in Templin liegt der Brutto-Mischpreis für Trink-, Ab- (bzw. Schmutz-) und Niederschlagswasser mit 4,58 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ signifikant unter dem vom BBU berechneten Durchschnittswert von 5,95 Euro je Kubikmeter⁽¹⁾ʼ⁽²⁾ für gesamt Brandenburg.
Die höchste Preis- bzw. Gebührensteigerung gab es in Oranienburg. Hier stiegen die Wasserpreise im Vergleich zum Vorjahr um ganze 18,5 Prozent auf 6,33 Euro je Kubikmeter⁽³⁾ an. Aber auch die Preissteigerungen in Potsdam um 12,9 Prozent sowie in den Gemeinden Bad Freienwalde (Oder), Werder (Havel) und Wriezen um 11,7 Prozent waren durchaus deutlich.
Es wurden oftmals aber auch Preisrückgänge verzeichnet:
Am stärksten ging der Mischpreis für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung in Templin zurück, wo der Mischpreis für das BBU-Modellhaus um 16,1 Prozent auf einen Wert von 4,58 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾ gesunken ist. Ansonsten wurden keine zweistelligen relativen Preisrückgänge verzeichnet – der Preisrückgang in Erkner, Neuenhagen bei Berlin und Rüdersdorf um jeweils 4,7 Prozent und in Strausberg um 4,6 Prozent ist aber noch erwähnenswert.
Für das BBU-Modellhaus im Land Brandenburg müsste das Wohnungsunternehmen, falls Einmalzahlungen für die Herstellung des Trink- bzw. Ab-/Schmutzwasseranschlusses verlangt werden, beim teuersten Anbieter 3,76 Euro je Kubikmeter mehr für Wasser/Abwasser bezahlen als beim günstigsten Anbieter – eine Differenz von 98,2 Prozent. Eine noch größere Spannweite haben die Mischpreise für Trink- und Abwasser ohne verlangte Einmalzahlungen: hier liegt die Preisdifferenz zwischen dem größten und dem kleinsten Mischpreis bei 5,29 Euro je Kubikmeter – eine Differenz von 115,5 Prozent.
In Berlin lag der Mischpreis zum 1. Januar 2025 für einen Kubikmeter Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser für das BBU-Modellhaus in Berlin bei 4,51 Euro je Kubikmeter⁽⁴⁾. Der Preis für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung ist damit im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.
Für das BBU-Modellhaus hätten Wohnungsunternehmen in Berlin damit 3,08 Euro pro Kubikmeter weniger zahlen müssen als in Potsdam – eine Differenz von 68,3 Prozent.
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⁽¹⁾ Wie oben bereits erwähnt basieren die Berechnungen seit 2025 auf dem neuen aktualisierten BBU-Modellhaus. Dadurch weichen die berechneten Mischpreise zum Stichtag 01.01.2025 leicht von den Werten ab, die für die bisher genutzten Annahmen resultieren würden. Diese Abweichungen sind in der Regel marginal und fallen nur in den Sparten Strom und Wasser auch im regionalen Durchschnitt deutlich aus. In allen Fällen bis auf die Sparte Heizöl wurden auch die Vorjahresmischpreise nachträglich für die neuen Modellhausannahmen berechnet und der alte Mischpreis zum 01.01.2024 durch den angepassten ersetzt. Dadurch resultieren über Fußnote 2 hinaus leichte Verschiebungen in den durchschnittlichen Vorjahresmischpreisen. Jedoch lassen sich dadurch die Mischpreise 2024 und 2025 trotz der Modellhausanpassung direkt miteinander vergleichen.
⁽²⁾ Der mittlere Vorjahresmischpreis wurde insoweit angepasst, dass er sich auf dieselben Städte und Gemeinden bezieht, wie der aktuelle mittlere Mischpreis vom 01.01.2025. Zusätzlich wurden nachträglich umgesetzte Korrekturen einzelner Preise für das Jahr 2024 durch die Ver- und Entsorger berücksichtigt.
⁽³⁾ Für die Herstellung des Trink- bzw. Ab-/Schmutzwasseranschlusses werden Einmalzahlungen verlangt.
⁽⁴⁾ Für die Herstellung des Trink- bzw. Ab-/Schmutzwasseranschlusses werden keine Einmalzahlungen verlangt.
Weitere Artikel zu den Ergebnissen des BBU Preisspiegels 2025 finden Sie hier:
Zusammenfassung des BBU-Preisspiegels 2025
Fernwärme
Erdgas
Heizöl
Haushaltsstrom
Müllentsorgung
(Grundsteuer B entfällt. Wegen der Grundsteuerreform 2025 dieses Jahr keine Vergleichbarkeit der Hebesätze möglich.)
Teilnahmestatistik der Ver- und Entsorger in Brandenburg
Preisentwicklung für das BBU-Modellhaus
Angaben zum Modellhaus
Rückblick: Zusammenfassung des BBU-Preisspiegels 2024
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