Mietenanstieg unterhalb der Baupreisinflation
Im Durchschnitt 6,01 Euro pro Quadratmeter und Monat betrug zum 31. Dezember 2025 die Nettokaltmiete von Mietwohnungen der Mitgliedsunternehmen des BBU im Land Brandenburg. Das entspricht einer Steigerung von 3,6 Prozent bzw. 21 Cent pro Quadratmeter und Monat zum Vorjahr (2024: 5,80 €/m²).
Die Warmmiete stieg im gleichen Zeitraum um 32 Cent auf durchschnittlich 9,43 EUR/m² (+3,5 %; 2024: 9,11 €/m²).
Mit Blick auf den im gleichen Zeitraum registrierten Preisanstieg bei den Baukosten von bis zu plus 5,5 Prozent ist der Mietenanstieg 2025 bei den Mitgliedsunternehmen des BBU als nach wie vor moderat zu bewerten. Allerdings geht die weit unterhalb der Baupreisinflation verbleibende Mietenentwicklung zulasten der Wirtschaftskraft der BBU-Mitgliedsunternehmen, da real immer weniger Finanzmittel für notwendige Investitionen für Neubau und vor allem (energetische) Modernisierung bleiben.
Für Wohnungen im Mitgliederbestand der Brandenburger Wohnungsgenossenschaften zahlten Mieter und Mieterinnen am Jahresende 2025 im Schnitt 5,78 Euro nettokalt pro Quadratmeter (2024: 5,62 €/m²), für Wohnungen bei den zumeist kommunalen Wohnungsbaugesellschaften 6,16 €/m² (2024: 5,93 €/m²). Die Entwicklung der Bestandsmiete genossenschaftlicher Mietwohnungen im Jahr 2025 (+2,8 %) lag damit unter der landesweiten Steigerungsrate, die der Wohnungsgesellschaften (+3,9 %) leicht darüber.
Der Durchschnittsmietpreis bei den Brandenburger Mitgliedsunternehmen des BBU zeigt eine deutliche regionale Disparität und weist in Abhängigkeit zur Entfernung zu Berlin deutlich niedrigere Werte mit Mieten von teilweise unter fünf EUR/m² in Gemeinden des Weiteren Metropolenraums aus.
In den Städten des Berliner Umlandes stieg die durchschnittliche Nettokaltmiete nach zuletzt 6,41 €/m² im Dezember 2024 um +3,0 Prozent bzw. plus 19 Cent/m² auf 6,60 Euro je Quadratmeter und Monat, und lag damit rund 10% über dem für das gesamte Land ermittelten Durchschnittswert von 6,01 €/m². Die durchschnittliche Warmmiete in diesem Teilraum stieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt auf 10,10 €/m².
In den Gemeinden des Weiteren Metropolenraums stieg die Durchschnittsmiete um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,67 EUR/m² nettokalt (2024: 5,47 €/m²) bzw. um 3,8 Prozent auf 9,06 €/m² warm. Die Nettokaltmiete lag damit rund 6 % unter dem für das gesamte Land ermittelten Durchschnittswert von 6,01 €/m².
Verglichen mit der Durchschnittsmiete bei den BBU-Mitgliedsunternehmen mit Sitz in Berlin (Ende 2025: 7,18 €/m²) wohnte es sich bei den Mitgliedsunternehmen mit Sitz in Gemeinden des Berliner Umlandes um rund acht Prozent (-58 Cent), in den Gemeinden des Weiteren Metropolentraums sogar um im Durchschnitt 1,51 Euro pro Quadratmeter günstiger.
Der Vergleich der regionalen Durchschnittsmieten mit der im aktuellen Mietspiegel Berlin 2026 ausgewiesenen Nettokaltmiete von 7,71 /m² zeigt entsprechend höhere Abweichungen:
Regionale Angaben nach Landkreisen und kreisfreien Städten sowie Gemeinden des Landes Brandenburg (exklusiv für Mitgliedsunternehmen des Verbandes) finden Sie in einem separaten Artikel.
Die Grafiken in diesem Artikel stehen als JPG zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus stehen exklusiv für BBU-Mitgliedsunternehmen weitere Daten als Excel-Download zur Verfügung:
| Anlage 1 | Mieten und Betriebskosten der Mitgliedsunternehmen des BBU im Land Brandenburg 2010 bis 2025 |
| Anlage 2 | Mieten und Betriebskosten der Mitgliedsunternehmen des BBU im Berliner Umland 2010 bis 2025 |
| Anlage 3 | Mieten und Betriebskosten der Mitgliedsunternehmen des BBU im Weiteren Metropolenraum 2010 bis 2025 |
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