Erfolgreiches Stadtumbauprogramm: Deutliche Reduzierung des Leerstandes
Seit 1998 haben die Mitgliedsunternehmen des BBU insgesamt etwa 68.600 Wohnungen abgerissen. Der überwiegende Teile dieser Abrisse, rund 67.500 Wohnungen bzw. 98,4 Prozent, erfolgte im Rahmen des Förderprogramms "Stadtumbau Ost". In den Anfangsjahren der Förderkulisse lag die Zahl der jährlich abgerissenen Wohnungen zwischen 5.000 und 8.000 Einheiten. Mit dem Abschluss der ersten Förderperiode zum Jahresende 2009 ist ein deutlicher Rückgang der Abrisszahlen festzustellen.
Während der zweiten Förderperiode von 2010 bis 2016 zeigte sich ein stabiler Verlauf mit durchschnittlich 2.000 abgerissenen Wohnungen pro Jahr. Mit der Zusammenführung der Programme "Stadtumbau Ost" und „Stadtumbau West“ zum gemeinsamen Programm „Stadtumbau“ im Jahr 2017 sowie der Neuordnung der Förderung im Jahr 2020, einschließlich der Überführung in das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“, ist eine Stagnation der jährlichen Abrissleistungen auf einem Niveau im dreistelligen Bereich zu beobachten. Für das Jahr 2024 meldeten die Mitgliedsunternehmen des BBU im Land Brandenburg insgesamt 848 abgerissene Wohnungen, davon 511 geförderte Einheiten.
Die höchsten Abrisszahlen von Wohnungen durch die BBU-Mitgliedsunternehmen finden sich vornehmlich im Osten und Südosten des Landes sowie der Uckermark. In diesen Regionen wurden mehr als ein Viertel des ursprünglichen Wohnungsbestandes der Mitgliedsunternehmen abgerissen. In einzelnen Landkreisen liegt der Anteil der abgerissenen Wohnungen sogar über einem Drittel des Wohnungsbestandes von 2002, was maßgeblich zum bisherigen Erfolg des Stadtumbaus beigetragen hat.
Besonders deutlich ist die Reduktion des Wohnungsbestandes in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz. Im Landkreis Oder-Spree wurden 8.349 Wohnungen abgerissen, was 40,9 % des Bestandes von 2002 entspricht. Im Landkreis Spree-Neiße beläuft sich die Zahl auf 6.875 Wohnungen beziehungsweise 26,7 Prozent des Bestandes, während im Landkreis Oberspreewald-Lausitz 8.266 Wohnungen und damit 24,5 % des ursprünglichen Bestandes abgerissen wurden.
Der Erfolg des Stadtumbaus wird auch auf Ebene einzelner Städte deutlich. Spitzenreiter bei den Abrissen seit 2002 sind Frankfurt (Oder) mit 10.723 Wohnungen (36,5 % des Bestandes von 2002) und Cottbus mit 10.096 Wohnungen (26,3 % des Bestandes von 2002). Weitere Städte mit hohen Abrisszahlen sind Eisenhüttenstadt (7.137 Wohnungen), Senftenberg (5.390 Wohnungen) und Schwedt/Oder (5.272 Wohnungen). In diesen Städten konnten die Wohnungsunternehmen ihren Leerstand teilweise um mehr als die Hälfte reduzieren.
Für die kommenden Jahre planen die BBU-Mitgliedsunternehmen im Rahmen des Stadtumbaus weitere Abrisse. Besonders aktiv sind dabei die Städte Guben, Lauchhammer und Eisenhüttenstadt.
Der demografische Wandel und der fortgesetzte Bevölkerungsrückgang im Land Brandenburg, insbesondere im Weiteren Metropolenraum, hätten ohne die durchgeführten Abrisse zu einem deutlich höheren Leerstand bei den Wohnungsunternehmen geführt. Nach aktuellen Berechnungen würden bei den brandenburgischen Mitgliedsunternehmen des BBU heute rund 88.000 Wohnungen leerstehen. Dies entspräche landesweit nahezu jeder fünften Wohnung im Bestand dieser Unternehmen.
Im Weiteren Metropolenraum wäre die Leerstandsquote ohne die bislang erfolgten Abrisse mit etwa 32 Prozent sogar mehr als dreimal so hoch wie der derzeitige Wert. Damit würde in dieser Region nahezu jede dritte Wohnung leer stehen. Die durchgeführten Abrisse haben somit wesentlich dazu beigetragen, den Leerstand auf ein deutlich niedrigeres Niveau zu begrenzen.
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Darüber hinaus stehen für BBU-Mitgliedsunternehmen Daten als Excel-Download zur Verfügung. Der Excel Download enthält folgende Daten:
| Anlage 1 | Wohnungsabrisse und Abrissplanung der Mitgliedsunternehmen des BBU mit Sitz im Land Brandenburg, 1998 bis 2024 und Planung ab 2025 |
| Anlage 2 | Wohnungsabrisse und Abrissplanung der Mitgliedsunternehmen des BBU im Land Brandenburg nach Landkreisen / kreisfreien Städten 1998 bis 2024 und Planung ab 2025 |
| Anlage 3 | Kumulierter Abriss der Brandenburger BBU-Mitglieder bis 2024 nach Landkreisen in Relation zu ihrem Wohnungsbestand 2002 |
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