Zwei Genossenschaften, eine gemeinsame Zukunft

Wohnungsgenossenschaft Prenzlau eG und GEWOBA Wohnungsbaugenossenschaft eG Prenzlau erfolgreich verschmolzen
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Zwei traditionsreiche Wohnungsgenossenschaften gehen künftig gemeinsam in die Zukunft. Die Wohnungsgenossenschaft Prenzlau eG (WGP) und die GEWOBA Wohnungsbaugenossenschaft eG Prenzlau (GEWOBA) sind erfolgreich miteinander verschmolzen. Damit ist ein Prozess abgeschlossen, der über viele Monate sorgfältig vorbereitet und von den Verantwortlichen beider Genossenschaften intensiv begleitet wurde. Nun beginnt ein neues Kapitel – auf einem gemeinsamen Fundament.

Zwei Genossenschaften mit Geschichte

Die GEWOBA blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Ein Jahrhundert genossenschaftlichen Wohnens steht für viele Generationen von Mitgliedern, für gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen, für Herausforderungen und Erfolge – aber vor allem für Beständigkeit und Verantwortung. Auch die WGP verfügt über eine lange Tradition. Sie wurde 1954 als Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) gegründet und hat damit auch bereits mehr als sieben Jahrzehnte lang genossenschaftliche Geschichte in Prenzlau geschrieben. In dieser Zeit sind Wohnungen geschaffen, Wohnquartiere entwickelt und Strukturen aufgebaut worden, die bis heute das Bild der Stadt mitprägen.

Gemeinsam stärker für die kommenden Jahre

Die beiden Genossenschaften gingen mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den Prozess. Die GEWOBA war mit rund 200 Wohn- und Gewerbeeinheiten deutlich kleiner als die WGP. Gleichzeitig war sie wirtschaftlich gesund und solide aufgestellt. Der Zusammenschluss war daher keine Folge einer wirtschaftlichen Notlage, sondern eine bewusst getroffene Entscheidung mit Blick auf die langfristige Zukunft.

Beide Genossenschaften verbindet der genossenschaftliche Gedanke und damit ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung: den Mitgliedern dauerhaft guten, sicheren und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen in der Wohnungswirtschaft. Steigende Bau- und Modernisierungskosten, hohe Anforderungen an die energetische Entwicklung des Wohnungsbestandes, Fachkräftemangel und zunehmende gesetzliche Vorgaben stellen auch etablierte Wohnungsunternehmen vor immer größere Aufgaben.

Eine Entscheidung, die von den Mitgliedern getragen wird

Eine Verschmelzung zweier Genossenschaften ist mehr als ein rechtlicher oder organisatorischer Vorgang. Hinter den Wohnungen stehen Menschen, die ihrer Genossenschaft teilweise seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten verbunden sind. Den Verantwortlichen beider Häuser war es deshalb besonders wichtig, den Prozess transparent zu gestalten und die Mitglieder über die Hintergründe, Ziele und Chancen des Zusammenschlusses umfassend zu informieren.

Mit den Beschlüssen der Mitgliederversammlungen im Juni 2026 gaben die Mitglieder beider Genossenschaften schließlich ihre Zustimmung. Damit war der Weg für die gemeinsame Zukunft frei. Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister im August 2026 wurde die Verschmelzung anschließend auch rechtlich vollzogen.

Durch den Zusammenschluss entsteht eine deutlich größere Genossenschaft mit mehr als 1.700 Wohn- und Gewerbeeinheiten und über 1.400 Mitgliedern. Die neue Größe schafft zusätzliche Handlungsmöglichkeiten und stärkt die wirtschaftliche und organisatorische Basis. Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, um auch künftig auf die Herausforderungen der Wohnungswirtschaft reagieren und notwendige Investitionen verantwortungsvoll planen zu können.

Im Mittelpunkt steht dabei weiterhin der genossenschaftliche Auftrag. Der vorhandene Wohnungsbestand soll erhalten, modernisiert und nachhaltig weiterentwickelt werden. Gleichzeitig gilt es, wirtschaftlich solide zu handeln und die Interessen der Mitglieder im Blick zu behalten.

Die GEWOBA bringt ihre langjährige Erfahrung und ihre gewachsene genossenschaftliche Tradition ein. Die WGP bietet die größere organisatorische und wirtschaftliche Grundlage für die gemeinsame Weiterentwicklung.

Aus zwei gewachsenen Genossenschaften entsteht damit eine stärkere Gemeinschaft – mit einer langen Geschichte und neuen Möglichkeiten.

Der Blick geht nach vorn

Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister ist die Verschmelzung zwar rechtlich abgeschlossen, die eigentliche gemeinsame Arbeit beginnt damit jedoch erst.

Nun gilt es, die Chancen des Zusammenschlusses Schritt für Schritt zu nutzen und aus den gemeinsamen Stärken einen Mehrwert für die Mitglieder zu schaffen. Dabei sollen Bewährtes erhalten und neue Möglichkeiten dort genutzt werden, wo sie die Genossenschaft und ihren Wohnungsbestand nachhaltig stärken.

Quelle: Wohnungsgenossenschaft Prenzlau eG