Der GdW hat am 14. Januar seine Stellungnahme zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung vorgelegt. Darin fordert er für die Branche einen realistischen, sozial ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Weg zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor.
Im Mittelpunkt stehen folgende Vorschläge:
- Fokus auf Einzelmaßnahmen statt teuren Effizienzhausstandards: Die BEG-Förderung sollte konsequent auf einzelne Sanierungsschritte ausgerichtet werden – unter anderem mit einem Zuschuss von 30 % für Maßnahmen an der Gebäudehülle.
- Planungssicherheit durch langfristige Finanzierung: Der GdW plädiert für eine zehnjährige Verstetigung der BEG-Mittel im Klimatransformationsfonds.
- Praxisnahe CO₂-Reduktion: Eine Orientierung am bisherigen EH85-Standard und flexible CO₂-Bilanzansätze für ganze Wohnungsbestände sollen im Gebäudemodernisierungsgesetz ermöglicht werden.
- Soziale Ausgleichsmechanismen: Für ineffiziente Gebäude mit vielen einkommensschwachen Haushalten wird ein zusätzlicher Förderbonus gefordert. Auch soziale Förderprogramme sollen für Wohnungsunternehmen geöffnet werden.
- Finanzierbarkeit stärken: Die Wohnungswirtschaft verlangt eine Reform der starren mietrechtlichen Umlagegrenzen sowie stabile Förderstrukturen. Mieterstrommodelle und Kundenanlagen sollen rechtlich gestärkt werden, um lokale Energieversorgung und Mieterstrom zu fördern.
Der GdW betont, dass verlässliche Rahmenbedingungen, langfristige Planbarkeit und soziale Balance entscheidend für die Akzeptanz der Wärmewende sind.
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Stellungnahme GdW zum Klimaschutzprogramm_Jan 2026
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