Wichtiges Signal für den Wohnungsbau: GdW begrüßt Aufstockung der EH55-Plus-Förderung

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Die Bundesregierung stellt zusätzliche Mittel für die Effizienzhaus 55-Plus-Förderung zur Aktivierung des Bauüberhangs bereit. Der GdW begrüßte die Entscheidung. Er hatte sich ausdrücklich für eine Verlängerung des Programms eingesetzt, um den dringend benötigten Wohnungsbau weiter anzukurbeln. Wegen der hohen Nachfrage in den vergangenen Monaten wäre das ursprünglich eingeplante Budget von 800 Millionen Euro voraussichtlich noch vor Jahresende ausgeschöpft gewesen. 

Seit dem Programmstart im Dezember 2025 wurden rund 52.100 Wohneinheiten mit einem Kredit- und Zuschussvolumen von rund 4,9 Milliarden Euro gefördert (Stand: 05.10.2026).

Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Verena Hubertz: Die EH55-Plus-Förderung ist ein Erfolg, die Nachfrage ist groß. Rund 52.100 Wohnungen, die genehmigt, aber nicht gebaut waren, sind jetzt in der Umsetzung. Die Nachfrage ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Deshalb stellen wir zusätzliche Mittel bereit. Wer eine Baugenehmigung in der Tasche hat, kann weiter darauf setzen: Die Förderung kann bis zum Jahresende in Anspruch genommen, soweit Programmmittel noch zur Verfügung stehen.

„Das ist eine gute Nachricht für den Wohnungsbau in Deutschland. Die Bundesregierung setzt damit ein wichtiges Signal für mehr Verlässlichkeit bei der Neubauförderung. Es ist entscheidend, dass bereits genehmigte Bauvorhaben auch realisiert werden können. Umso erfreulicher ist es, dass die Bundesregierung nun nachlegt“, erklärt GdW-Präsident Axel Gedaschko.

In Deutschland fehlt es weiterhin massiv an bezahlbarem Wohnraum. „Deshalb müssen wir alles daran setzen, bereits geplante und genehmigte Bauvorhaben endlich in die Umsetzung zu bringen. Die zusätzlichen Fördermittel helfen dabei, Investitionen anzustoßen und dringend benötigte Wohnungen auf den Weg zu bringen. Entscheidend ist jetzt, dass die Förderung möglichst ohne Unterbrechungen zur Verfügung steht und die Wohnungsunternehmen langfristig Planungssicherheit erhalten. Denn Wohnungsbau braucht verlässliche Rahmenbedingungen und keine Förderpolitik im Stop-and-go-Modus“, so Gedaschko.

Der GdW appelliert daher an die Bundesregierung, die positiven Impulse der EH55-Plus-Förderung aufzugreifen und auch über das Jahresende hinaus für stabile, ausreichend ausgestattete und langfristig planbare Förderbedingungen im Wohnungsneubau zu sorgen.

Eckdaten der Förderung

  • Gefördert werden der Neubau und der Ersterwerb von Wohn- und Nichtwohngebäuden im Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäudestandard 55. Die Wärmeerzeugung muss zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgen.
  • Bei Antragstellung muss eine gültige Baugenehmigung vorliegen.
  • Es gibt zinsverbilligte KfW-Kredite von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit
  • Kommunale Gebietskörperschaften können einen Zuschuss von 7,5 Prozent direkt bei der KfW beantragen.
  • Anträge sind möglich bis die aufgestockten Fördermittel vollständig verausgabt sind - längstens jedoch bis zum Jahresende (Antragseingang bei der KfW am 31. Dezember 2026).

Quelle: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen; GdW

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