Verleihung Qualitätssiegel „Gewohnt gut“ an die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH

Projekt: „WOWI-Tower – Karl-Marx-Straße 23"
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Mit der Sanierung eines markanten Wohnhochhauses in zentraler Innenstadtlage hat die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH (WOWI) die Wohnattraktivität und die städtebauliche Struktur der Stadt gestärkt. Für das Projekt mit 88 Wohnungen wurde das kommunale Unternehmen am 4. September 2026 von Brandenburgs Infrastruktur-Minister Robert Crumbach und BBU-Vorständin Maren Kern mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ ausgezeichnet. Die Gesellschaft erhält die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal. 

BBU‑Vorständin Maren Kern gratulierte: „Mit der Sanierung des WOWI‑Towers zeigt die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH eindrucksvoll, welches Potenzial im klugen Weiterbauen des Bestandes liegt. Mit dieser Aufwertung ist es dem Wohnungsunternehmen gelungen, den Wohnkomfort zu verbessern, die architektonische Qualität zu steigern und gleichzeitig die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich zu erhöhen. Die Verbindung aus architektonischem Anspruch, energetischer Verbesserung und sozial verträglichem Wohnen zeigt, welch wichtigen Beitrag kommunale Wohnungsunternehmen für lebenswerte Städte in Brandenburg leisten.“

Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach betonte aus Anlass der Siegelverleihung: „Der sanierte WOWI‑Tower ist ein überzeugendes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung in Brandenburg. Statt auf Abriss und Neubau zu setzen, entwickelt die WOWI vorhandene Strukturen weiter und stärkt damit gezielt die Innenstadt von Frankfurt (Oder). Das Gebäude erfüllt als weithin sichtbares Hochhaus eine wichtige städtebauliche Funktion und bildet einen prägenden Auftakt im Übergang zur Stadtbrücke nach Słubice. Der WOWI‑Tower steht beispielhaft für eine zukunftsorientierte Bestandsentwicklung in der Oderstadt.“

Jan Eckardt, Geschäftsführer der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH, sagte: „Die Auszeichnung freut uns sehr und ist eine besondere Anerkennung unserer Arbeit für Frankfurt (Oder). Unser Ziel war es, ein identitätsstiftendes Gebäude neu zu interpretieren und zugleich den Wohnwert für unsere Mieterinnen und Mieter deutlich zu erhöhen. Besonders wichtig war uns dabei, das Haus energetisch zukunftsfähig aufzustellen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum in zentraler Lage zu sichern. Dass dieses Projekt nun so große Anerkennung erfährt, ist für uns Ansporn, diesen Weg konsequent weiterzugehen.“

Zum Projekt: Sanierung eines Wohnhochhauses („WOWI‑Tower“)
Das Projekt wurde im Stadtzentrum von Frankfurt (Oder) direkt an der Karl‑Marx‑Straße realisiert, die als Hauptachse die Innenstadt prägt. Das 15-geschossige Punkthochhaus (Gebäudetyp PHH16G) ist mit rund 50 Metern Höhe neben dem Oderturm eines der prägnantesten Gebäude der Stadt. Projektstart war im August 2020, die Sanierung wurde im März 2024 abgeschlossen.

Städtebaulich nimmt der Tower eine besondere Lage ein: Er bildet den nördlichen Abschluss der Magistrale sowie der Rosa‑Luxemburg‑Straße und fungiert zugleich als „Tor zur Stadt“ für die Stadtbrücke nach Słubice (Polen). Ziel der Neugestaltung war es, dem ursprünglich in Plattenbauweise errichteten Hochhaus eine eigenständige architektonische Identität zu verleihen. Die neue Fassade mit roten Klinkern setzt einen Kontrast zur schlichten Nachkriegsmoderne und greift zugleich die Backstein-Tradition der einstigen Hansestadt auf. So erfüllt der Tower die Funktion eines modernen „Leuchtturms“ mit dem Leitgedanken einer vielfältigen und lebendigen Stadtentwicklung.

Bauliche und energetische Merkmale 

Mit dem Projekt verfolgt die WOWI konsequent den Ansatz des „Weiterbauens“: Bestehende Gebäude werden erhalten, weiterentwickelt und an zeitgemäße Anforderungen angepasst. Im Zuge der Sanierung wurden umfangreiche bauliche und technische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Erneuerung von Fenstern und Türen, eine moderne Fassadengestaltung sowie ein neuer, barrierefreier Eingangsbereich. Ein Teil der insgesamt 88 Wohnungen wurde hochwertig modernisiert und mit zeitgemäßen Bädern sowie neuen Bodenbelägen ausgestattet. 

Ergänzt wurden die Maßnahmen durch energetische Verbesserungen: Zur Steigerung der Energieeffizienz wurde ein Wärmedämmverbundsystem angebracht. Zudem wurde auf einem Nachbar-Gebäude in der Słubicer Straße eine Solaranlage installiert, die zur Reduzierung des Energieverbrauchs des WOWI‑Towers beiträgt. Die gewonnene Energie wird in das Hausnetz eingespeist und unterstützt unter anderem die Stromversorgung sowie technische Anlagen des Gebäudes. Ziel ist es, sowohl die CO₂-Emissionen als auch die Nebenkosten für die Mieterinnen und Mieter nachhaltig zu senken. Das Projekt dient zugleich als Pilotvorhaben, um Erkenntnisse für eine mögliche Übertragung auf weitere Bestände zu gewinnen.

Rund 7,55 Millionen Euro investiert

In die Neugestaltung des Wohnhochhauses hat die WOWI insgesamt rund 7,55 Millionen Euro investiert. Die Finanzierung erfolgte über den KfW-Kredit "Energieeffizient Sanieren" in Höhe von 2,8 Millionen Euro, die verbleibende Betrag wurde aus Eigenmitteln aufgebracht. 

Ansprechpersonen

 Matthias Brauner
Matthias
Brauner
Besonderer Vertreter und Bereichsleiter
Landesgeschäftsstelle Potsdam (LGS)
T +49 (331) 27183 - 11
 Kathrin Mölneck
Kathrin
Mölneck
Leiterin
Außenstelle Frankfurt Oder/Cottbus
T +49 (335) 50468 - 10