Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) ein neues Forschungsvorhaben ausgeschrieben. Unter dem Titel „Neue Stadtquartiere – Strategien und Instrumente zur Qualitätssicherung bei der Entwicklung neuer Stadtquartiere“ soll untersucht werden, wie Kommunen neue Quartiere schneller, bezahlbarer und zugleich zukunftsfähig entwickeln können. Die Abgabefrist für Angebote endet am 24. November 2025 um 10:00 Uhr.
Deutschland braucht mehr bezahlbaren Wohnraum – vor allem in den Ballungsräumen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, entstehen zunehmend neue Stadtquartiere, sowohl auf innerstädtischen Flächen als auch am Stadtrand. Damit sie langfristig lebenswert, klimaangepasst und sozial gerecht sind, müssen bereits heute die richtigen Weichen gestellt werden.
Das Forschungsvorhaben will zeigen, wie Kommunen, Bund und weitere Akteure die Qualität neuer Quartiere sichern und ihre Entwicklung effizienter gestalten können. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Zusammenarbeit der Beteiligten, zu beschleunigten Verfahren, zu nachhaltigen Konzepten und zu dauerhaft bezahlbarem Wohnraum.
Das Projekt soll Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei der Planung und Umsetzung neuer Stadtquartiere aufzeigen und daraus konkrete Empfehlungen für Kommunen und die Bundesebene ableiten. Ziel ist es, gute Beispiele zu identifizieren, Erfahrungen auszuwerten und Strategien zu entwickeln, die eine qualitätsvolle und zukunftsorientierte Stadtentwicklung unterstützen.
Mit dem Forschungsvorhaben stärkt das BBSR die Initiativen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), den Wohnungsbau zu beschleunigen und die Rahmenbedingungen für nachhaltige Stadtentwicklung zu verbessern. Es fördert den Dialog zwischen Kommunen, Wohnungswirtschaft, Forschung und Politik und trägt dazu bei, neue Quartiere als lebendige, bezahlbare und klimagerechte Stadträume zu gestalten.
Quelle: BBSR