Zur Begründung der Vergabe des Lichtenberger Bauherrenpreises für das Projekt Paul-Zobel-Straße sagte die Jury: „Das Neubauvorhaben hat eine unverwechselbare eigene Identität und fügt sich gut in den Quartiersraum ein. Die Verbindung des Wohnungsbaus mit der Kita im Erdgeschoss im Zuge der städtebaulichen Verdichtung führt zu einer funktionalen Aufwertung des Wohnquartieres. Damit wird gleichzeitig die Homogenität des Wohnbereiches aufgehoben und die soziale Mischung wird befördert. Mit dem Vorhaben sind unterschiedliche Freiräume entstanden – z.B. der geschützte Freiraum der Kita und ein halböffentlicher Platz für den Aufenthalt der Bewohner. Die offenen Grundrisse und die Variabilität der Nutzungen werden sehr positiv bewertet. Die Fassadengestaltung ist kompositorisch gut gelöst.“
Im Innenhof einer Plattenbausiedlung aus den 1970er Jahren entstanden nach dem Entwurf des Architekturbüros HEIDE & VON BECKERATH in einer Bauzeit von nur rund eineinhalb Jahren zwei achtgeschossige Wohnhäuser mit einem flachen Verbindungsgang. 69 1-5-Raum-Wohnungen sowie drei Wohneinheiten für WGs in sozialer Trägerschaft befinden sich in den Wohntürmen. 21 Wohnungen sind gefördert. Das Verbindungsgebäude gibt einer deutsch-russischen Kita für 40 Kinder Platz. Darüber hinaus stehen den Mietern und den Nachbarn nach Süden ausgerichtete Spiel- und Erholungsflächen mit erhaltenen Bestandsbäumen zur Verfügung.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der Paul-Zobel-Straße 10/10 A“, sagte HOWOGE-Geschäftsführer Ulrich Schiller. „Das Projekt zeigt deutlich, dass behutsame Nachverdichtung mit einem klugen Städtebau unter Würdigung des Bestandes auch in Innenhöfen gelingen kann. Die Auszeichnung bestärkt uns darin, diesen Weg, den wir auch schon in der Dolgenseestraße beschritten haben, weiter zu gehen.“ Dass die Wohngebäude auch bei Mietern gut ankommen, zeigen die aktuellen Vermietungsquoten: Nur drei Monate nach Fertigstellung sind die Wohnungen bereits zu mehr als 80 Prozent vermietet. Die ersten neuen Mieter haben ihre Wohnungen am 1. Februar 2019 bezogen.
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