Das „Bündnis für lebendige Innenstädte“ in Brandenburg setzt seine Arbeit bis 2031 fort. Infrastrukturminister Robert Crumbach hat am 2. November gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Industrie- und Handelskammern Brandenburgs, des Städte- und Gemeindebundes Brandenburgs, des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V., des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg und der Arbeitsgemeinschaft Städteforum Brandenburg bei einem Jahresgespräch eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, die Innenstädte als lebendige, attraktive und vielfältig genutzte Orte weiter zu stärken. Das Land Brandenburg unterstützt das Bündnis mit jährlich 100.000 Euro.
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung: „Die Entwicklung der brandenburgischen Innenstädte als lebendige, vielfältige und unverwechselbare Kerne ist und bleibt auch in Zukunft unser Anliegen. Wir Bündnispartner blicken auf eine enge und gute Zusammenarbeit zurück, die den Städten hilft, voranzukommen. Für die Innenstädte gibt es Herausforderungen, aber auch Perspektiven: Als Herzkammern der Stadt mit einer guten Mischung aus Handel, Gewerbe, Tourismus, Wohnen sowie Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten. Als Bündnis sind wir Partner, Vermittler und Unterstützer bei allen Innenstadtthemen. Konkret helfen wir mit der Städtebau- und Wohnraumförderung. Wir wollen, dass die wichtigen Aktiven der Innenstadtentwicklung zusammenarbeiten – auf kommunaler Ebene genauso wie im Landesmaßstab“.
Jens Graf, Geschäftsführer Städte- und Gemeindebund: „Lebendige Innenstädte sind für unsere Mitglieder, die Städte, Gemeinden, Ämter und die Verbandsgemeinde, von zentraler Bedeutung. Sie sind Orte des Handels und der Versorgung, aber ebenso des Wohnens, der Begegnung und des gesellschaftlichen Lebens. Mit der Unterzeichnung der neuen Bündniserklärung setzen wir ein wichtiges Zeichen für die Fortführung der gemeinsamen Arbeit. Das Bündnis hat sich als wertvolle Plattform für den Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Impulse bewährt. Entscheidend bleibt, dass die Kommunen in den kommenden Jahren über die notwendigen Handlungsspielräume verfügen, um ihre Innenstädte entsprechend den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen weiterzuentwickeln.“
Maren Kern, Mitglied des Vorstandes des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V.: "Gutes Wohnen braucht eine lebendige Stadt: mit Geschäften, Cafés, Kultur und Orten, an denen Menschen gerne zusammenkommen. Attraktive Innenstädte wirken dabei weit über das Zentrum hinaus. Sie machen die ganze Stadt als Wohn- und Lebensort anziehend. Deshalb engagiert sich die soziale Wohnungswirtschaft für dieses Bündnis. Unsere Unternehmen investieren seit Jahrzehnten in Brandenburgs Städte, entwickeln Quartiere und stärken Nachbarschaften. Sie wissen: Die Qualität des Wohnens entscheidet sich auch vor der Haustür. Der Wandel im Handel, die demografische Entwicklung und steigende Kosten stellen uns dabei vor große Aufgaben. Umso wichtiger ist es, gemeinsam neue Wege zu gehen: Leerstand wieder mit Leben zu füllen, Raum für neue Angebote zu schaffen und aus guten Ideen konkrete Projekte zu machen. Das Bündnis bringt dafür unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammen. Die nächsten fünf Jahre sollten wir nutzen, um erfolgreiche Ansätze in mehr Städten voranzubringen. Unser gemeinsames Ziel sind Städte, in denen Menschen gerne leben – vom Zentrum bis zum Stadtrand."
Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V.: „Seit nunmehr fünf Jahren bringt das Bündnis für lebendige Innenstädte die vielfältigen Akteure der Innenstadtentwicklung zusammen und schafft auch Raum für gemeinsame Lösungsansätze, um Brandenburgs Innenstädte als attraktive und zukunftsfähige Orte weiterzuentwickeln. Insbesondere der vom Bündnis initiierte Innenstadtwettbewerb hat gezeigt, welches Potenzial in unseren Innenstädten steckt, wenn innovative Ideen auf engagierte Akteure treffen. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Bündnispartnern fortzusetzen und gemeinsam die Zukunft der brandenburgischen Innenstädte zu gestalten.“
Helmut Wenzel, Vorstand des Städteforums Brandenburg und Bürgermeister der Stadt Lübbenau/Spreewald: „Die Kommunen kennen die Herausforderungen ihrer Innenstädte und wissen, welche Lösungen vor Ort nötig sind. Das Städteforum Brandenburg fördert deshalb den Austausch zwischen den Städten und entwickelt gemeinsame Ansätze, um Innenstädte zu stärken, ihre Vielfalt zu bewahren und den sozialen Zusammenhalt zu sichern. Das Bündnis für lebendige Innenstädte bietet einen wichtigen Rahmen für den Austausch auch mit weiteren Partnern. Diesen wollen wir auch in den kommenden fünf Jahren nutzen, um gute Beispiele über den Innenstadtwettbewerb bekannt zu machen und frische Impulse für die Stadtentwicklung zu geben.“
Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus für die Brandenburger IHKs: „Die Fortführung des Bündnisses ist ein starkes Bekenntnis zu unseren Innenstädten als Wirtschaftsstandorte mit hoher Bedeutung für Lebensqualität, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kommt es auf verlässliche Partnerschaften und gemeinsame Strategien an. Nur wenn Wirtschaft, Kommunen und Landespolitik an einem Strang ziehen, können unsere Stadtzentren attraktiv, wettbewerbsfähig und zukunftsfest bleiben. Das Bündnis leistet dafür einen wichtigen Beitrag.“
Das im Frühjahr 2021 gegründete „Bündnis für lebendige Innenstädte“ setzt sich für die langfristige Stärkung und Weiterentwicklung der brandenburgischen Stadtzentren ein. Das Bündnis versteht sich als strategische Plattform für Kommunikation, Austausch und Kooperation. Es bringt die maßgeblichen Akteure zusammen, bündelt Erfahrungen und unterstützt die gemeinsame Entwicklung tragfähiger Lösungen für die Herausforderungen der brandenburgischen Innenstädte. Im Mittelpunkt steht das Leitbild einer nutzungsgemischten Innenstadt, die neben Handel und anderen gewerblichen Angeboten auch Raum für Gastronomie, Kultur, Freizeit und Wohnen bietet. Die Stadtzentren sollen ihre Funktion als gesellschaftliche und kulturelle Mittelpunkte stärken und zugleich Orte der Begegnung, des Austauschs und der Identifikation bleiben. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Voraussetzungen und Entwicklungspotenziale der brandenburgischen Städte, beispielsweise mit Blick auf den Tourismus oder die Bedeutung der Innenstädte als Wohnstandorte zu berücksichtigen.
Für das Jahr 2027 sieht das Bündnis für lebendige Innenstädte ein Fachprogramm mit mehreren Schwerpunkten vor. Geplant ist die Auslobung eines vierten landesweiten Innenstadtwettbewerbs. Darüber hinaus sollen die Mobilität in den Innenstädten sowie die Stärkung von Gastronomie und Tourismus stärker in den Fokus rücken. Mit der Vereinbarung für die Jahre 2027 bis 2031 bekräftigen das Land Brandenburg und die Bündnispartner ihre gemeinsame Absicht, die Entwicklung der Innenstädte langfristig zu unterstützen. Das Land stellt für die Arbeit des Bündnisses jährlich 100.000 Euro bereit.
Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
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