Zweites Jahr infolge rückläufige Zahlen
Im Jahr 2024 erreichten BBU-Mitgliedsunternehmen im Land Brandenburg mit 1.760 neu gebauten Wohnungen den höchsten Stand der Baufertigstellungen seit 2010. Die Analyse der Entwicklung begonnener Wohnungsbauvorhaben zeigt jedoch einen seit 2019 rückläufigen Trend. Dieser wurde lediglich durch ein temporäres Hoch im Jahr 2022 unterbrochen, das als Nachholeffekt der coronabedingten Einschränkungen in den Jahren 2020 und 2021 zu interpretieren ist. Die deutlich geringeren Baubeginne in den Jahren 2023 und 2024 lassen bereits jetzt erwarten, dass die Fertigstellungszahlen in naher Zukunft nicht zunehmen werden.
Neben den weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen, wie gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten, beeinflussen zunehmend politische Vorgaben die Investitionsentscheidungen der BBU-Mitgliedsunternehmen. Viele Unternehmen priorisieren daher Maßnahmen zur Bestandserhaltung und klimatischen Modernisierung gegenüber dem Neubau. Hintergrund ist, dass die durch Neubau entstehenden Erstvertragsmieten aktuell am Markt kaum durchsetzbar sind.
Auch im Jahr 2024 lag der Schwerpunkt der Baubeginne der BBU-Mitgliedsunternehmen weiterhin im Berliner Umland. Allerdings wurden mit 552 Projekten so wenige wie seit 2018 nicht mehr begonnen. Bemerkenswert ist zudem, dass der Anteil der im Weiteren Metropolenraum begonnenen Wohnbauprojekte mit über 31 Prozent an allen Baubeginnen im Land Brandenburg höher war als in den Vorjahren.
Von den insgesamt knapp 11.100 zwischen 2012 und 2024 begonnenen Wohnbauprojekten im Land Brandenburg entfielen rund 80 Prozent (8.845 Projekte) auf Gemeinden des Berliner Umlandes. Innerhalb dieses Strukturraums wurden wiederum fast ein Drittel der Baubeginne (2.778 Projekte) von Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen realisiert.
Obwohl deren gemeldete Anzahl der 2024 im Land Brandenburg begonnenen Bauvorhaben mit 81 Projekten sehr niedrig ausfiel, zeigen sowohl die Daten der vergangenen Jahre als auch die Planungen für 2025 einen tendenziellen Anstieg der Beteiligung Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen an Wohnungsbauprojekten im Land Brandenburg - mit einem klaren Fokus auf das Berliner Umland. Während deren Anteil im Zeitraum 2012 bis 2017 noch bei etwa 20 Prozent der im Berliner Umland begonnenen Projekte lag, verdoppelte er sich im Zeitraum 2018 bis 2024 und überschritt in den 2021 bis 2023 sogar jeweils die 50-Prozent-Marke. Die deutliche Reduzierung der Baubeginne im Jahr 2024 seitens der Berliner Unternehmen führt dazu, dass nicht nur Gesamtzahl der gemeldeten Baubeginne sank, sondern auch der relative Anteil der Projekte im Weiteren Metropolenraum im Vergleich zu den Vorjahren deutlich anstieg (31,3 Prozent aller Baubeginne). Dennoch bleibt die absolute Zahl der Baubeginne im Weiteren Metropolenraum weiterhin deutlich hinter denen im Berliner Umland zurück.
Die aktuellen Planungen der BBU-Mitgliedsunternehmen für das Jahr 2025 deuten darauf hin, dass die Bautätigkeit auf einem hohen Niveau fortgesetzt wird. Mit voraussichtlich 1.224 Baubeginnen könnte das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht werden. Ebenso wird ein Anstieg des Anteils Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen an den Baubeginnen in Brandenburg erwartet: Mit 34,9 Prozent unterstreicht er die wachsende Bedeutung der Berliner Unternehmen für den Wohnungsneubau im Land Brandenburg.
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| Baubeginne der Mitgliedsunternehmen des BBU (nach Unternehmenssitz) im Land Brandenburg seit 2012 |
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