Ausstellung zum Award „Der innovative Müllplatz“ verlängert

Sonstige Wettbewerbe

Neben den großen, oft bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerben wie dem Bauherrenpreis gibt es eine Vielzahl weiterer Wettbewerbe, die zum Teil auf Landes- oder kommunaler Ebene durchgeführt werden. Ziel ist es immer, herausragende Lösungen für die Herausforderungen eines bestimmten Themenfeldes zu identifizieren, als Best-Practice-Beispiele bekannt zu machen und dadurch anderen Unternehmen neue Impulse zu geben.  Die thematische Vielfalt der Wettbewerbe reicht dabei vom  generationenübergreifende Wohnen oder erfolgreichen Klimaschutzkonzepten bis zur Gestaltung von Wohnumfeldern oder der schönsten Fassade.

Immer wieder beteiligen sich Mitgliedsunternehmen des BBU sehr erfolgreich an solchen Wettbewerben und stellen damit ihre besonderen Verdienste rund um das Wohnen und die Stadtentwicklung heraus. Mit seinem Internetangebot bietet der BBU der Wohnungswirtschaft Berlin-Brandenburgs eine Plattform, um sich zum einen über aktuelle Ausschreibungen zu informieren und sich an diesen Wettbewerben zu beteiligen. Zum anderen möchten wir ausgezeichnete Projekte unserer Mitgliedsunternehmen sammeln, sie einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und durch diese guten Beispiele andere Wohnungsunternehmen zum Nachdenken und Nachmachen anregen.

Sie sind Mitglied des BBU und waren bei einem Wettbewerb erfolgreich, der hier noch fehlt? Dann lassen Sie es uns wissen – wir berichten gern über Ihre Auszeichnung!

23.05.2017

Ausstellung zum Award  „Der innovative Müllplatz“ verlängert 

Zwei BBU-Mitgliedsunternehmen und BBA-Azubis bei Preisgala in der Berlinischen Galerie ausgezeichnet
Egal ob Neubau oder Sanierung – bei der Gestaltung moderner Wohnquartiere will das Thema Müllentsorgung oft nicht so richtig in das „durchgestylte“ Konzept der Bauplaner passen. Dazu kommt das Platzproblem in der wachsenden Stadt Berlin. Da sind neue Ideen gefragt. Deshalb haben der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V., Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berlin (BDA) und die BSR den ersten Architektur-Wettbewerb zur Gestaltung innovativer Müllplätze ausgelobt.
Die insgesamt neun Preisträger in drei Kategorien – sowie der Sonderpreis „Preis der Herzen“ – wurden am 15. Mai 2017 in der Berlinischen Galerie ausgezeichnet
. Die Ausstellung der Gewinnerprojekte wurde nun bis zum 29. Juni 2017 verlängert. Diese sind in der Galerie des BDA in der Mommsenstraße 64 (Mo-Do 10:00-15:00 Uhr) zu besichtigen. 

Der Wettbewerb richtete sich sowohl an Wohnungswirtschaft und Bauträger als auch an Architekt*innen, Studierende und Auszubildende. Gefordert waren dabei sowohl kleine als auch umfassende Lösungen, bereits umgesetzte oder geplante Müllstandplätze in drei Kategorien: heute (State of the Art), morgen (Next Generation) und „in einer fernen, fernen Zukunft“ (Freestyle). Die Jury unter Vorsitz von BDA-Vorstand Andreas R. Becher hatte von den 71 Einreichungen 18 nominiert, aus denen schließlich die neun Preisträgerinnen und Preisträger hervorgingen.
Die GEWIWO Berlin – Wittenauer Wohnungsbaugenossenschaft eG wurde in der Kategorie „State of the Art“ für ihr Projekt „Mülleinwurfsäulen mit Unterflur“ geehrt. Laut Votum der Jury, zu der auch BBU-Vorstand Maren Kern gehörte, würde sich dieses barrierefrei umgesetzte Projekt besonders gut in das Wohnumfeld mit vielen Kindern und Senioren einfügen.
Ebenfalls geehrt wurde die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH für ihr im Nikolaiviertel umgesetztes Projekt „Holzremise“ – dieses sei, laut Jury, nicht nur kreativ und ästhetisch, sondern berücksichtige auch die anspruchsvollen Anforderungen der Stadtplanung und der Sicherheit an einem öffentlich zugänglichen Müllplatz.

Und weil ein weiterer toller Beitrag nicht unprämiert bleiben sollte, hatte die Jury zudem noch einen „Preis der Herzen“ an Auszubildende der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin vergeben, die den Wettbewerb in den Fokus ihrer Projekttage gestellt hatten. Ute Schäfer, Leiterin Kundenbetreuung bei der BSR, hob die liebevolle und engagierte Projektarbeit der jungen Menschen für die Stadt und das Wohnen von Morgen hervor, der auch den Blick auf die digitale Welt richte. Khalil Akraa, Hanna Trzcinski, Zehra Sahin, Loreen Westphal und Isabelle Ewert nahmen diesen Sonderpreis für ihre Projekte „Digi-Müll“, Trash Back, zwei Einreichungen für innovative Müllboxen und eine „Smarte Müllentsorgung“ entgegen.

Andreas R. Becher, Vorstand des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und Vorsitzender der Jury begründet die Preisvergabe so: „Die kreativen, Ansätze wurden liebevoll, engagiert und mit Blick auf die Welt von morgen umgesetzt. Sie kommen von jungen Menschen und sprechen gerade diese an und setzen sich mit deren Erfahrungswelt und Erwartungen auseinander. Dies und der Mut, sich einem Kreis von professionellen Mitbewerber*innen zu stellen ist nicht nur preiswürdig, sondern zeigt die Reife und das Interesse der Auszubildenden für einen Teil ihres künftigen Wirkungsfeldes.“

Maren Kern, BBU-Vorstand, ist überzeugt, dass die Entsorgung für die Wohnungswirtschaft auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleibt: „Die Gestaltung von Müllplätzen ist ein wichtiges Thema. Hier spielen Komfort und Barrierearmut, aber auch die Anforderungen an eine moderne Mülltrennung eine große Rolle. Der Wettbewerb gibt hier schöne Impulse für Neubau und Bestand unserer Mitgliedsunternehmen.“
Bei der BSR lässt sich der Bezug zum Thema schnell herstellen. Warum der Wettbewerb und die Gestaltung der Müllplätze für die BSR wichtig ist, erklärte Werner Kehren, Finanzvorstand der BSR und in seinem Vorstandsbereich auch für die Kundenbetreuung verantwortlich so: „Zuerst geht es dabei um unser Selbstverständnis als Dienstleistungsunternehmen. Kundenbetreuung heißt für uns auch Beratung unserer Kunden.“ Für BSR-Chefin Dr. Tanja Wielgoß geht es dabei auch um die Mitarbeiter der Müllabfuhr: „Gut zugängliche, innovative und möglichst barrierearme Müllplätze sind nicht nur für die Mieterinnen und Mieter sondern auch für unsere Beschäftigten wichtig, die tagtäglich von Hunderten solcher Plätze den Müll holen.“

 

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