Stadtentwicklung

Standpunkt

Stadtentwicklung

Stadtentwicklung ist Gemeinschaftsaufgabe. Mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg macht sich der BBU stark für die Zukunft der Hauptstadt und der Städte Brandenburgs. Die Mitgliedsunternehmen des BBU stehen dabei für lebendige Kieze, eine Durchmischung von Wohnquartieren und soziales Engagement im Quartier.

Die Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind jedoch für Berlin und die Städte im weiteren Metropolenraum völlig unterschiedlich gelagert.

Die Hauptstadt ist seit einigen Jahren geprägt von starkem Zuzug, entsprechend wird es enger auf dem Wohnungsmarkt. Dass vor diesem Hintergrund die Neuvertragsmieten der BBU-Mitgliedsunternehmen in den letzten Jahren mit rund zehn Prozent nur halb so schnell gestiegen sind wie im allgemeinen Marktdurchschnitt zeigt die große soziale Verantwortung die die Wohnungsunternehmen für ihre Stadt zeigen.  

Klar ist: Berlin braucht mehr Neubau – und der BBU will seinen Mitgliedsunternehmen hierbei günstige Bedingungen sichern. Sie sollen durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Neubau ihre Bestände erweitern und ihr Marktgewicht zum Wohle einer sozialen und mieterorientierten Stadtentwicklung stärken können. Gleichzeitig geht es dem Verband in dieser Diskussion auch darum, einen Gegenpol zur nicht sachgerechten Verengung der wohnungspolitischen Debatte auf die Mietenpolitik zu bilden.

Deshalb plädiert der BBU für eine ganzheitliche Wohnungspolitik, die auf eine Ausweitung des Wohnungsangebots setzt – durch die Verbesserung von Planungsbedingungen, eine Neuausrichtung der Liegenschaftspolitik sowie Anreize und wirtschaftlich sinnvoller Förderungen für mehr Neubau.

Die Situation in Brandenburg ist dagegen differenzierter zu betrachten. Während im Berliner Umland die gleichen Tendenzen wie für die Hauptstadt gelten, haben Förderabbau, vor allem aber die wachsende Planungsunsicherheit beim Stadtumbau Ost im weiteren Metropolenraum ihre Spuren hinterlassen. Obwohl die BBU-Mitgliedsunternehmen den Abriss in den betroffenen Gemeinden mit aller Kraft weiter vorangetrieben haben und dabei rechnerisch an jedem Tag in den letzten zehn Jahren über 400.000 Euro an Eigenkapital in Form von Wohnungen für die Zukunft Brandenburg geopfert haben, droht hier eine zweite Leerstandswelle. Eine Neujustierung beim Stadtumbau Ost ist deshalb dringend erforderlich.  
 

Publikationen

BBU-Marktmonitor

Der Wohnungsmarkt Berlin-Brandenburg im Fokus.
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8. BBU-Neubautagung

Hier finden Zugangsberechtigte die Vorträge zum Download.
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Themen

Mietwohnungsmarkt

Von Mietenanstieg bis Leerstand: Was tut sich auf den Wohnungsmärkten?
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