Wohnungswirtschaft: Gaspreisdeckel ist Voraussetzung für Abfedern der Energiekrise beim Wohnen

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Wohnungswirtschaft: Gaspreisdeckel ist Voraussetzung für Abfedern der Energiekrise beim Wohnen

Am 22. und 23. September 2022 treffen sich die Bauministerinnen und Bauminister der Länder und des Bundes zur Bauministerkonferenz in Stuttgart. Angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise fordert der GdW alle Regierungsverantwortlichen auf, schnellstmöglich einen Gaspreisdeckel einzuführen, um Wohnungsunternehmen vor Liquiditätsengpässen und Mieter vor horrenden Nebenkostensteigerungen zu schützen. GdW-Präsident Axel Gedaschko: Der Gaspreisdeckel ist die Voraussetzung dafür, dass die Folgen der Preisexplosionen wirksam abgefedert und Vermieter und Mieter gemeinsam durch die Energiekrise kommen können."

Gedaschko weiter: „Die Herausforderungen vor der Bauministerkonferenz sind so groß wie nie. Angesichts der Energiekrise steht das bezahlbare Wohnen auf dem Spiel. Ein Gaspreisdeckel muss jetzt sofort kommen. Das muss das oberste Ziel aller Regierungsverantwortlichen sein. Denn nur so können die Preisexplosionen abgemildert werden. Der Gaspreisdeckel ist die Voraussetzung dafür, dass die sozial orientierten Wohnungsunternehmen wie schon in der Coronapandemie Mieterinnen und Mietern in Zahlungsschwierigkeiten mit Stundungen und Ratenzahlungen entgegenkommen können, damit niemand wegen der explodierenden Nebenkosten seine Wohnung verliert. Die Wohngeldreform muss dann in einem weiteren Schritt angegangen werden. Insolvenzgefährdete Wohnungsunternehmen, die aufgrund der hohen Vorauszahlungen an die Energieversorger jetzt schon in Schwierigkeiten sind, brauchen wirksame staatliche Unterstützung. 

Die Zeit des Klein-Klein ist vorbei, jetzt müssen schnell wirksame Lösungen her. Gleiches gilt mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate für das bezahlbare und klimaschonende Bauen. Denn der Mangel an Wohnraum lässt auch in der alles bestimmenden Energiekrise nicht nach, sondern verschärft sich in vielen Städten weiter. Durch Lieferengpässe, Material-, und Personalmangel, Preisexplosionen, Zinsanstieg und das anhaltende Förderchaos steckt das bezahlbare Bauen nicht mehr nur in einem perfekten Sturm, sondern mittlerweile in einem Orkan. Begonnene Wohnungsbauprojekte können nur noch mit großer Mühe fertiggestellt, neue Projekte müssen wegen der schlechten Neubau-Situation reihenweise abgesagt werden. Die Bauministerinnen und Bauminister müssen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen und Druck machen, dass alle beeinflussbaren Hindernisse für bezahlbaren Wohnraum, die in Deutschland ohnehin schon seit vor der Krise bestehen, so weit wie möglich beseitigt werden und endlich eine verlässliche Förderpolitik geschaffen wird. Ansonsten werden die eigentlich von der Regierung angestrebten 400.000 neuen Wohnungen jährlich nicht nur in den kommenden Jahren, sondern auch danach nicht zu schaffen sein.“

Dr. David Eberhart

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