KWG Senftenberg unterstützt die Tafel

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KWG Senftenberg unterstützt die Tafel

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) übernimmt soziale Verantwortung in Senftenberg und spendet der Tafel Senftenberg 6.000 Euro, um die lokale Lebensmittelversorgung weiter am Laufen halten zu können. Der Scheck für die Tafel wurde im Juli 2022 bei einem gemeinsamen Treffen von Tobias Dorn, dem Geschäftsführer der KWG und Teresa Stein, Erste Beigeordnete der Stadt Senftenberg übergeben. Ein Anlass für die Unterstützung: Die Preise für Dieselkraftstoffe und Energie können mit dem Spendenbetrag für die Tafelkiste nicht mehr gedeckelt werden. Täglich sind die Kühlfahrzeuge auf Tour um die immer geringer werden Spenden aus den Supermärkten und Großlagern abzuholen. Die kurzfristige Einlagerung in der Kühlung - oft nur über die Nachtstunden - kostet Geld, welches die Tafeln nicht haben. Die Landesregierung in Brandenburg lehnt bisher eine grundsätzliche finanzielle Förderung und Unterstützung der Tafeln ab.

Carola Lademann, Bereichsleiterin beim ALV und Verantwortliche für die Tafeln im Landkreis OSL, begrüßte die Spende: „Ein Lichtblick im düsteren Alltag ist aber die Hilfe der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg. Schon seit 2019 erhält die Tafel Senftenberg einen Spendenbetrag, welche diese für den Erhalt der Tafelarbeit einsetzt. Dafür bedankt sich die Tafel Senftenberg im Namen aller Tafelkunden*innen bei der KWG mbH Senftenberg.“

Der Arbeitslosenverband Deutschland (ALV), Landesverband Brandenburg e.V. betreibt seit 2010 die Tafel in der Stadt Senftenberg in der Krankenhausstraße 15a. Diese versorgt Bedürftige vor Ort in Senftenberg und durch mobile Tafelausgaben in Ortrand, Ruhland, Klettwitz und Schwarzheide mit Lebensmittelspenden.Die Tafel ist ein nachhaltiges Projekt, bei dem täglich „überschüssige“ Lebensmittel aus Supermärkten abgeholt, anschließend sortiert und danach an die Tafelkunden verteilt werden.

Carola Lademann erläutert mit welchen finanziellen Problemen die Tafel Senftenberg derzeit zu kämpfen hat: „Die anfallenden Kosten für die Räume der Tafel in der Krankenhausstraße 15a, die Kosten für die täglichen auf Tour befindlichen Kühlfahrzeuge, alle Tank- und Reparaturkosten für die Fahrzeuge sowie jährlichen Versicherungsbeiträge trägt der Träger, der ALV, LV Brandenburg e.V., selbst.

Auch der Start in das Jahr 2022 gestaltete sich innerhalb der andauernden Pandemie als sehr schwierig. Alle geltenden und sich immer wieder ändernden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurden innerhalb der Arbeit der Tafeln eingehalten. Die Situation der Spendenbereitschaft der Supermärkte
war im Januar und Februar sehr unterschiedlich, aber die Tafelkörbe konnten für die in Anspruch nehmenden Bürger*innen gut gefüllt werden. Und dann kam der 24.02.2022 und vieles war von heute auf morgen anders. Die Corona Pandemie stand nicht mehr im Hauptfokus – nein der von Russland ausgehende Angriffskrieg auf die Ukraine nahm unser Leben ein.
Bereits Anfang März kamen bei der Tafel Senftenberg und an allen Tafeln in Deutschland erste aus der Ukraine geflüchtete Menschen an. Während die Tafel Senftenberg im Dezember 2021 insgesamt 680 Tafelkisten für sozial benachteiligte Bürger*innen ausgegeben hat, waren es im Mai 2022 bereits 912. Die Tafel ist ein sozialer Anlaufpunkt, wo Menschen egal welcher Nation sie angehören Hilfe und Unterstützung erhalten. Durch den Angriffskrieg gegen die Ukraine und den daraus resultierenden drastischen Preissteigerungen für Energie, Kraftstoffe und Lebensmittel kommen auch immer mehr Familien
und Rentner an ihre Existenzgrenze. Besonders merken wir das Rentner*innen mit einer geringen Altersrente bzw. Grundsicherung den Gang zur Tafel auf sich nehmen. Oft hören wir, dass es besonders älteren Menschen nicht angenehm ist, Hilfe in Form von Lebensmittelspenden in Anspruch zu nehmen. Viele haben Zeit ihres Lebens gearbeitet, aber auf Grund der Erwerbsbiographie in den Jahren nach der Wende ist die Rente jetzt sehr gering und reicht kaum zu überleben.

Foto von links: Reinhard Freitag, Leiter Tafel Senftenberg; Teresa Stein, Erste Beigeordnete Stadt Senftenberg; Heidrun Mader, Leiterin Mehrgenerationenhaus Großräschen; Tobias Dorn, Geschäftsführer KWG; Katrin Frank, Fachliche Anleiterin Tafel Senftenberg/Großräschen; Copyright: KWG Ralf Weide

 

 

Silke Schendel

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