Die 1893 setzt ihre Digital-Offensive mit digitalem Schließsystem für sanierte Häuser in Eberswalde fort

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Die 1893 setzt ihre Digital-Offensive mit digitalem Schließsystem für sanierte Häuser in Eberswalde fort

Bei der Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 steht der nächste Digitalisierungsschritt ins Haus. Die 1893 möchte ihre Häuser schrittweise digitalisieren und mit den gesammelten Daten vor allem die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen und den Weg zur Klimaneutralität überwachen. Gleichzeitig möchte sie die Daten aus ihren Häusern in den eigenen Händen behalten und diese vor dem Abschöpfen durch Dritte schützen. Denn schon heute funken etliche Geräte und Sensoren aus den Häusern heraus.

1893-Vorstand Volker Klich plant mehr Digitalisierung beim Wohnen und wundert sich, warum das Haus dem Auto so weit hinterher hängt. Im Auto ist schließlich auch alles überwacht.

Lampen leuchten, sobald etwas nicht einwandfrei funktioniert. Der aktuelle Verbrauch ist ablesbar. Es gibt Hinweise zum Hoch- oder Runterschalten, um den Treibstoffverbrauch optimal zu steuern. Es piept, wenn die Außentemperatur im Glättebereich liegt, oder wenn es Zeit wird, eine Tankstelle anzusteuern. „Wir fühlen uns sicher, wenn nichts leuchtet, was nicht leuchten soll. Genauso können wir doch auch unsere Häuser entwickeln und Technik-Personal so weiterbilden, dass es selbstverständlich mit diesen Technologien umgeht. Smarte Häuser sind eine große Chance für uns. Wir müssen uns allerdings gut vorbereiten, damit die Daten in unseren Händen bleiben“, so Volker Klich.

Daten mit Mehrwert

„Wenn Wohnungsunternehmen die Daten aus ihren Häusern selbst sammeln und auswerten, bauen sie sehr breites Wissen auf“, sagt Dr. Sebastian Groß, der sich bei Vodafone mit digitalem Gebäudemanagement beschäftigt. Gemeinsam mit Emanuel Hell von der Tele-Kabel-Ingenieursgesellschaft begleitet er die 1893 auf dem Weg zum digitalen Haus. „Relevante Daten unterstützen zum Beispiel den Weg zur Klimaneutralität, weil sie durch Mess-Sensoren an Leitungen und Geräten sichtbar machen, wie der technische Stand einer Anlage ist. Daraus können Wohnungsunternehmen ableiten, wie sie ihre Anlagen besser steuern, und wann es sich lohnt, eine Anlage gegen eine klimafreundlichere Variante auszutauschen.“

„Mit diesen Daten können wir natürlich auch unsere Mitglieder mit ins Boot holen und ihnen zum Beispiel individuelle Tipps zum Heizen und Lüften geben“, ergänzt André Drescher, Teamleiter Technik bei der 1893. „So können sie ihre Betriebskosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zum klimaneutralen Wohnen leisten.“

Wo am besten starten im digitalen Haus?

„Wichtig ist, aus den gesammelten Daten einen Mehrwert oder eine Aktion abzuleiten und so als Unternehmen langsam in dieses Themenfeld hineinzuwachsen“, rät Dr. Sebastian Groß. „Es nützt wenig, sofort alles zu digitalisieren und in die eigenen Hände zu nehmen. Das überfordert nur. Wenn jedoch Laufzeiten mit Dienstleistern enden oder Anlagen ausgetauscht werden müssen, wäre das ein guter Zeitpunkt, von nun an selbst Daten zu sammeln und auszuwerten.“

Die 1893 hat diese Anfänge für sich identifiziert und bereitet ihre Infrastruktur und die Kompetenzen im Unternehmen darauf vor. Das digitale Schließsystem von KIWI wird zum Beispiel Bestandteil jedes Hauses im Sanierungsprojekt BRAND.VIER. Dr. Sebastian Groß rät, „eine anbieter-übergreifende Infrastruktur aufzubauen, die auf garantierten Funkstandards basiert“. Diese Funkfrequenzen verändern sich nicht. Deshalb wird jedes Gerät und jeder Sensor damit kommunizieren können. Die Grundlage für den digitalen Wandel ist also eine Konstante. Das ist doch beruhigend.

Silke Schendel

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