Modellprojekt „Wohnhelden“ verzeichnet erste Wohnungsvermittlungen

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Modellprojekt „Wohnhelden“ verzeichnet erste Wohnungsvermittlungen

In Zusammenarbeit mit Berliner Wohnungsunternehmen sowie aktiven Projekten und Initiativen der Wohnungslosenhilfe hat das Projekt „Wohnhelden – Vermieten an Geflüchtete“ die ersten erfolgreichen Vermittlungen durchgeführt.

Nach der öffentlichkeitswirksamen Bewerbung des Projektes auf Plakaten, in den BBU-Medien und in Sozialen Netzwerken, zahlt sich nun auch die harte Arbeit der Wohnraumakquise aus. Diese haben besonders die Kooperationsmanagerinnen des Teams geleistet. Zahlreiche Hausverwaltungen, Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften sowie Multiplikator*innen der Wohnungswirtschaft wurden auf verschiedensten Wegen kontaktiert, um das Projekt vorzustellen und Vertrauen in die Arbeit des 7-köpfigen Teams aufzubauen.

Kooperationsmanagerin Lorena Jonas sagt über die Arbeit: „Als völlig neues Wohnungsprojekt war es anfangs nicht leicht, unser Projekt breit zu bewerben. Doch die Idee hinter unserem Projekt, Berlin als Stadt der Vielfalt auch dadurch zukunftsfähig zu machen, dass Menschen mit Fluchterfahrung in der eigenen Wohnung ein Zuhause finden, überzeugt nun fortlaufend mehr Menschen und Unternehmen.“ Diese erfolgreiche Arbeit hat dazu geführt, dass Vermietende dem Projekt „Wohnhelden“ Wohnungen zur Verfügung stellen und die Vermittlung in deren Hände übergeben.

Für jedes der eingegangenen Wohnungsangebote konnten passende Bewerber*innen gefunden werden. Der Vermittlungsprozess der Wohnhelden ermöglicht dabei nicht nur den Vermietenden einen reibungslosen Ablauf, sondern auch den Wohnungssuchenden. Bereits kurz nach der Besichtigung hielt die erste Familie ihren Mietvertrag in den Händen. In diesem Fall durfte sich eine Mutter mit ihrem Säugling über die Vermittlung freuen. Die „Wohnhelden“-Mitarbeiterin Mariana Mühlenkamp betont: „In einer sicheren Wohnung findet ein Kind neben seiner Mutter einen Ankerpunkt, um seine eigene Welt auszuweiten und sich zu entfalten. Die bereits aufgebaute intensive Bindung zu der Mutter wird verstärkt, indem das Kind auch einen Ort hat, wo es sein Spielzeug und persönliche Gegenstände zurücklegen kann, einen Ort, den es als Zuhause bezeichnen kann. Die Mutter kann sich in der eigenen Wohnung zurückziehen, wenn sie die Ruhe braucht, um Kräfte für den Alltag mit ihrem Kind zu tanken. Eine Wohnung ist auch ein Schutzraum und bietet, neben der Möglichkeit des Rückzugs, auch die Gewissheit, dass man in diesem Raum Privatsphäre genießen darf und sich Auszeit von dem städtischen Trubel nehmen kann.“

Administrative Angelegenheiten, die bereits vor der Unterzeichnung des Mietvertrages vorbereitet werden können, werden von Mitarbeiterinnen des „Wohnhelden“-Projektes erledigt und fördern die schnelle Abwicklung der Wohnungsvergabe. „Wir fühlen uns bestätigt darin, diesen Weg mit unserem Vorhaben weiterzugehen, denn schließlich befinden sich in den 81 Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften in Berlin tausende Personen, denen wir mit Projekten wie unserem Hoffnung auf ein eigenes Zuhause geben wollen“, so Projektleiterin Alina Dinga.

Das Modellprojekt wird von der DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH umgesetzt und gefördert von der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

Kerstin Braun

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