Baugenehmigungszahlen im 1. Halbjahr 2021: Große Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg

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Baugenehmigungszahlen im 1. Halbjahr 2021: Große Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg

Heute hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Zahlen zur Entwicklung der Baugenehmigungen im 1. Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vorgelegt. Die Ergebnisse: während in Berlin die Zahl der Baugenehmigungen um rund 29 Prozent gesunken ist, stieg die Zahl im Land Brandenburg um rund 19 Prozent. Besonders ausgeprägt ist die Dynamik hier in den Landkreisen Havelland (+ 107 %) und Potsdam-Mittelmark (+ 72 %) sowie unter den kreisfreien Städten in Cottbus (+250 %). In der Landeshauptstadt hingegen ist die Zahl der Baugenehmigungen gesunken.

Zu Brandenburg sagte BBU-Vorständin Maren Kern: „Die Entwicklung der Baugenehmigungen ist immer von einer Reihe von – auch kurzfristigen – Faktoren abhängig. Außerdem bieten Halbjahreswerte nur einen ungenauen Ausblick auf die Entwicklung im Gesamtjahr. Dennoch zeigt Brandenburg eine hohe Dynamik beim Neubau, was uns sehr freut. Das ist auch ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit im ‚Bündnis für Wohnen‘. Die Zahlen in Potsdam zeigen, dass das Neubaugebiet in Krampnitz jetzt schnellstmöglich an den Start gebracht werden muss, damit die Landeshauptstadt ihr Wachstum weiterhin gut bewältigen kann.“ Zu den stark gestiegenen Genehmigungszahlen in Cottbus sagte sie: „Der starke Anstieg in Cottbus ist überraschend und erfreulich zugleich. Er steht für umfangreichen Ersatzneubau zur Erneuerung des Wohnungsbestandes, aber auch für den Optimismus, mit dem die Lausitzmetropole derzeit in die Zukunft des Strukturwandels blickt.“  

Zu Berlin kommentierte Kern: „Die Berliner Zahlen haben es in sich. Denn hinter ihnen steckt die immer noch unzureichende personelle und technische Ausstattung der Bauämter, vor allem aber auch das zunehmend schlechtere Neubauklima in der Stadt. Hierzu hat auch der gescheiterte Mietendeckel einen Beitrag geleistet. Denn: Was 2020 unter dem Mietendeckel nicht an Neubau geplant worden ist, kann 2021 folgerichtig auch nicht zur Genehmigung eingereicht werden. Deshalb sind die heute vorgelegten Zahlen ein Weckruf an die Politik. Im Sinne der Zukunftsaussichten Berlins muss sie die Bedingungen für den Mietwohnungsneubau in Berlin endlich verbessern und für ein positives Neubauklima sorgen.“

Hier finden Sie die Ergebnisse im Detail für Brandenburg und für Berlin.

Dr. David Eberhart

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