WohnBau Frankfurt: Kunst im Vorbeigehen wird in Frankfurt sichtbar

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WohnBau Frankfurt: Kunst im Vorbeigehen wird in Frankfurt sichtbar

Unter der Leitung der WohnBau Frankfurt und in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina wurde in den zurückliegenden Monaten das Projekt „Kunst im Vorbeigehen“ umgesetzt, gefördert durch das Land Brandenburg. Entstanden ist eine ständig erweiterbare Online-Dokumentation zu den Kunstwerken der Großen Scharrnstraße in Frankfurt (Oder) unter: www.kunst-im-vorbeigehen.de. Informations-Stelen im nördlichen und südlichen Zugangsbereich der Fußgängerzone laden die Passanten ein, den Blick auf die Werke und Künstler zu öffnen. 

In Frankfurts Fußgängerzone der Großen Scharrnstraße sind so viele Kunstwerke zu finden, wie an keinem anderen Ort der Oderstadt. In den Jahren 1986 bis 1988 wurde dieser Abschnitt gemeinsam mit einigen Künstler*innen aus der Region entworfen. Die baubezogene Kunst - ein Markenzeichen des Bauwesens der DDR - zeigt sich hier als ein Zeugnis der postmodernen Suche nach Vielfalt. Durch eine Freiheit der Gestaltung und der Motivauswahl wurden sehr unterschiedliche und zum Teil sozialkritische Werke hervorgebracht, die von realistischen bis hin zu abstrakten Darstellungen reichen. Einige berühren die Sehnsucht nach der verlorenen Altstadt und der bis ins Mittelalter zurückreichenden Stadtge-schichte. Andere spiegeln die politischen Sorgen und Hoffnungen der Zeit wider.

Die entstandene Dokumentation basiert auf den Ergebnissen der Seminare, die mit den Masterstudierenden der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Viadrina in den Jahren 2019 bis 2021 unter der Leitung von Prof. Dr. Paul Zalewski durchgeführt wurden. Die bereits enthaltenen Portraits der Künstler*innen und Kunstwerke sind komprimierte Versionen von weitaus umfangreicheren Seminararbeiten der Studierenden. Weitere werden aktuell im Rahmen des Seminars erarbeitet und im Laufe des Jahres ergänzt.

Neben der aktuell andauernden, behutsamen Sanierung des Gebäudekomplexes durch die WohnBau Frankfurt ist die Umsetzung des Projektes „Kunst im Vorbeigehen“ ein weiterer Baustein zur Wiederbelebung der Großen Scharrnstraße. Aktuell startet eine Arbeitsgemeinschaft bereits das nächste Projekt zur Revitalisierung der Fußgängerzone. „Neues Leben für die Große Scharrnstraße“ ist Titel und zugleich Ziel des Vorhabens. Ein Pop-Up-Store für Gründer*innen, eine Ausstellung sowie eine Event-Reihe sollen Frankfurter und Gäste unserer Stadt in die Straße locken und Interesse wecken. Das Konzept wurde mit dem 4. Platz der CityOffensive 2021 der IHK Ostbrandenburg und einem Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro ausgezeichnet.

Online-Besuch der Dokumentation unter www.kunst-im-vorbeigehen.de.

Foto v.l.n.r.: Olaf Runge und Dirk Oeltjen (Vorstand, WohnBau Frankfurt), Prof. Dr. Paul Zalewski (Professur für Denkmalkunde, Europa-Universität Viadrina), Charlotte Müller und Antje Wilke (Studierende, Europa-Universität Viadrina)

 

Silke Schendel

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