GESOBAU-Geschäftsbericht 2020: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Berlin

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GESOBAU-Geschäftsbericht 2020: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Berlin

Trotz Corona-Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie konnte die GESOBAU im Jahr 2020 mehr als 1.000 neue Wohnungen fertigstellen. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2020, der am 31. März 2021 veröffentlicht wurde, dokumentiert erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr des landeseigenen Wohnungsunternehmens. 

Der Aufsichtsrat der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft hat Ende März 2021 den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 festgestellt. Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie erzielte der Konzern eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der Bilanzgewinn lag im Berichtsjahr bei 22,3 Mio. Euro (Vorjahr 20,4 Mio. Euro). Das Anlagevermögen des GESOBAU-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2020 auf 2.395,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2.140,2 Mio. Euro).

Stadtentwicklung: Wohnungsneubau, Ankauf, Bestandsinvestition

Im Geschäftsjahr 2020 übernahm die GESOBAU AG 1.048 neu errichtete Wohnungen in ihren Bestand. Zusätzlich sind durch Ankauf weitere 410 Wohnungen in den Bestand der Wohnungsbaugesellschaft überführt worden. Unternehmensweit befinden sich aktuell weitere 5.112 Neubauwohnungen in 48 Projekten in unterschiedlichen Planungs- und Umsetzungsstadien, von denen 50 Prozent als geförderte Wohnungen zur Verfügung stehen werden. Zur Erhöhung beziehungsweise Sicherung der Qualität wurden im Geschäftsjahr 2020 98,1 Mio. Euro in den Bestand investiert. Die Mieteinnahmen sind im vergangenen Jahr von 216,5 Mio. (2019) auf 226,2 Mio. Euro (2020) gestiegen. Im Wohnungsbestand sind die durchschnittlichen Mieten je Quadratmeter stabil geblieben. Die Erhöhung resultiert vor allem aus den Zugängen von Neubau- und Ankaufswohnungen. Bereits zum Anfang der COVID-19-Pandemie gab die GESOBAU gemeinsam mit den anderen fünf städtischen Wohnungsbaugesellschaften ihren Mieter*innen das sogenannte „BerlinFairsprechen“. Dies beinhaltet unter anderem den Verzicht auf Corona-bedingte Räumungen sowie die Möglichkeit von Ratenzahlungen bei der Miete.

Jörg Franzen, Vorstandsvorsitzender der GESOBAU: „Das vergangene Geschäftsjahr war von der Corona-Pandemie geprägt. Für uns als kommunale Wohnungsbaugesellschaft bedeutete das, schnell und adäquat zu reagieren: unseren Mieter*innen ein sicheres Zuhause und unseren Mitarbeiter*innen ein sicheres Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Zeitgleich arbeiten wir weiter mit Hochdruck daran, neuen bezahlbaren Wohnraum in lebenswerten Quartieren zu schaffen. Für das Jahr 2021 ist der Baubeginn für insgesamt 10 Neubauvorhaben mit 1.221 Wohnungen geplant. Unsere Wachstumsziele und unsere strategische Ausrichtung bleiben bestehen: Bis zum Jahr 2026 wollen wir unseren Bestand im Rahmen der Vereinbarung mit dem Land Berlin auf rund 52.000 bezahlbare Wohnungen erweitern. Insgesamt ist hierfür ein Neubauinvestitionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro eingeplant. Dabei werden wir durch gezielte Investitionen und Innovationen auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Naturschutz leisten. Die GESOBAU ist und bleibt ein entscheidender Wirtschaftsfaktor und starker Partner für die Stadt. Dabei geht ein großer Dank an unsere Mitarbeiter*innen, die auch unter diesen besonderen Bedingungen ihr Bestes geben.“

Christian Wilkens, Vorstand der GESOBAU: „Dass wir unsere Geschäftsprozesse trotz der Corona-Krise ohne Qualitätsverluste sicherstellen konnten, ist vor allem der Digitalisierung zu verdanken, die wir seit Jahren im Unternehmen vorantreiben. So konnten unsere Mitarbeiter*innen bereits zu Beginn der Pandemie schnell und reibungslos in das mobile Arbeiten wechseln. Wir haben früh einen KrisBAU im Geschäftsjahr 2020 gewachsen: Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 beschäftigte sie 453 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 407). Der Anteil der weiblichen Beschäftigten liegt bei 55,2 Prozent; im Aufsichtsrat liegt die Frauenquote bei 55,6 Prozent und 43,8 Prozent der Führungspositionen werden derzeit von Frauen wahrgenommen. Am Jahresende 2020 waren 36 Auszubildende und Studierende an Berufsakademien bei der GESOBAU beschäftigt. Mit einer Auszubildendenquote von 8,0 Prozent investiert der Konzern damit zielgerichtet in den Nachwuchs. Zwei Ausbildungsstellen wurden vergangenes Jahr zusätzlich zur Verfügung gestellt, um jungen Menschen in der Corona-Krise bessere Chancen für den Berufsstart zu ermöglichen.

Der Geschäftsbericht 2020 online

Silke Schendel

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