Werben um Neu-Brandenburger: Staatskanzlei unterstützt Rückkehrer-Initiativen

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Werben um Neu-Brandenburger: Staatskanzlei unterstützt Rückkehrer-Initiativen

Das Werben um Rückkehrer und Zuzügler nach Brandenburg wird mit erweiterter Zielrichtung und neuen Ideen intensiviert. Die Staatskanzlei teilte am 17. März 2021 mit, dass sie dafür das Landesnetzwerk „Ankommen in Brandenburg“ sowie die Rückkehrer-Initiative „Comeback Elbe-Elster“ bis zum Jahr 2023 mit insgesamt knapp 257.000 Euro unterstützen wird.

Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider sagte: „Unser Werben um Rückkehrer trägt Früchte. Das ist auch den Rückkehrerinitiativen zu verdanken. Immer mehr frühere Brandenburgerinnen und Brandenburger kommen zurück in ihre alte Heimat und bereichern unser Land mit ihren Erfahrungen. Jetzt haben die Initiativen ihre Konzepte erweitert. Zukünftig sollen neben Rückkehrern alle Menschen angesprochen werden, die nach Brandenburg ziehen wollen. Diese Vorhaben wollen wir unterstützen und zeigen: Wir rollen potenziellen Neu-Brandenburgern weiterhin den roten Teppich aus. In Brandenburg gibt es beste Zukunftschancen. Ich lade Rückkehrwillige und potenzielle Neu-Brandenburger ein, sich vor Ort zu überzeugen und in unserem Land eine neue Heimat zu finden.“ 

Einschließlich der neuen Förderung hat die Staatskanzlei den Rückkehrer-Dachverband und Einzelinitiativen seit 2017 mit insgesamt rund 935.000 Euro unterstützt. „Ankommen in Brandenburg – Netzwerk für Rückkehr und Zuzug“ erhält im Zeitraum 2021 bis 2023 insgesamt rund 213.300 Euro. Das 2017 gegründete Landesnetzwerk unterstützt die regionalen Initiativen für Rückkehr und Zuzug durch Erfahrungsaustausch und Fortbildung, berät Akteure und Organisationen beim Aufbau neuer Willkommensagenturen und organisiert die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2017 konnte die Zahl der in Brandenburg engagierten Initiativen von anfangs drei auf aktuell 19 gesteigert werden. Im neuen Förderzeitraum will das Netzwerk den Fokus neben der stärkeren Ausrichtung auf Zuzug von Neu-Brandenburgern auf das Entstehen von Initiativen in Regionen legen, die noch keine Willkommensagentur haben.

„Comeback Elbe-Elster“ wird in den Jahren 2021 und 2022 mit knapp 43.500 Euro gefördert. Die aus einer privaten Facebook-Initiative heraus entstandene Willkommensagentur ist Gründungsmitglied des Landesnetzwerkes. Sie berät rund um die Themen Arbeit, Wohnen und Leben in der Region und plant neue bedarfsorientierte Angebote und Maßnahmen. 

Ministerin Schneider: „Aktuelle Entwicklungen etwa in der Arbeitswelt stellen auch die Rückkehrer-Initiativen vor neue Aufgaben. So wird künftig ein Schwerpunkt auf der Gewinnung von hochqualifizierten Fachkräften und von Unternehmensnachfolgern liegen. Genauso wichtig ist es, Ortsansässige verstärkt mit auf den Weg zu nehmen und auf die sich durch Zuzug ergebenden Entwicklungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Es geht uns also auch um ein Miteinander von Ortsansässigen und Zuzüglern. Das Landesnetzwerk und ‚Comeback Elbe-Elster‘ haben dafür zukunftsweisende Konzepte entwickelt.“

Die neuen Formate des Landesnetzwerkes zielen beispielsweise darauf ab, für potentielle Neu-Brandenburger eine Brücke in eine neue Heimat Brandenburg zu schlagen. Anders als Rückkehrer verfügt diese Zielgruppe nicht über (familiäre) Netzwerke in der Zielregion. Die im Konzept als Angebote für die Einzelinitiativen vorgesehenen Maßnahmen wie Regionalveranstaltungen, Probewohnen/-arbeiten sollen Kontakte und Informationen ermöglichen, um von einem allgemeinen Interesse zu konkreten Zuzugsentscheidungen zu kommen.

„Comeback Elbe-Elster“ plant regelmäßige Präsenztermine in den drei Coworking Spaces im Landkreis, die Beteiligung an Veranstaltungen und Netzwerken im Themenkreis Coworking/New Work, thematische und bedarfsgerechte Informationsangebote für Rückkehr- und Zuzugsinteressierte („Speed-Dating“ mit Unternehmen, Workshop Bauen & Wohnen, Social media Posts und Blogs). Vorgesehen ist auch die Entwicklung einer Datenbank für die Erfassung und Bearbeitung der verschiedenen Beratungsanfragen sowie sonstiger Dienstleistungen der Willkommensagentur.

Silke Schendel

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