Bauwirtschaft fordert Verschlankung der Berliner Landesbauordnung

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Bauwirtschaft fordert Verschlankung der Berliner Landesbauordnung

„Die Bauwirtschaft erwartet von der Politik eine Vereinfachung des Baurechts in Berlin. Das ist angesichts des Ziels des bezahlbaren Bauens und Wohnens unerlässlich“, so Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau. 

Ein Großteil der Kostensteigerungen der vergangenen Jahre wurde durch die Umsetzung starrer politischer Forderungen in das Baurecht verursacht. Die noch vor der Wahl anstehende erneute Novellierung der Berliner Bauordnung sieht künftig unter anderem vor, dass mindestens ein Fünftel der Grundstücksfläche begrünt werden soll. Dazu Manja Schreiner: „Eine pauschale Festlegung von Mindestbegrünungsflächen untergräbt das formulierte Ziel der Senatsverwaltung, mehr bezahlbaren Neubauwohnraum zu schaffen und verschärft die Flächenknappheit in der Stadt. Jeder weiß, dass das Grün essenziell zur Stadt gehört, aber die Umsetzung muss so flexibel wie möglich gestaltet werden können, um der Situation vor Ort gerecht zu werden. Bei allen zusätzlichen Regelungen wie Dach- und Fassadenbegrünungen, Barrierefreiheit und sonstigen Quoten muss klar sein, dass diese Vorgaben enorme Auswirkungen auf die Baukosten haben. Diese schlagen sich dann auch in den Mieten nieder“, erklärte Schreiner weiter. Sie forderte anlässlich der Überarbeitung der Landesbauordnung Baubeschleunigung und Entbürokratisierung, etwa durch Verkürzung von Fristen im Genehmigungsprozess.

Kerstin Braun

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