Neu erschienen: Die BBU-Klimabilanz 2018 Berlin und Brandenburg

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Neu erschienen: Die BBU-Klimabilanz 2018 Berlin und Brandenburg

Der BBU veröffentlicht im Februar 2021 bereits zum vierten Mal die BBU-Klimabilanz und zeigt mit seinem Monitoring der BBU-Mitgliedsunternehmen: Freiwilligkeit und Technologieoffenheit sind erfolgreiche Wege beim Klimaschutz. Die Klimabilanz bezieht sich auf das Berichtsjahr 2018.

Die Ergebnisse des Monitorings für das Berichtsjahr 2018 zeigen transparent und wissenschaftlich nachvollziehbar deutlich: Die CO2-Emissionen der Wohnungen der BBU-Mitgliedsunternehmen lagen im Berichtsjahr 2018 in Berlin um 62 %, im Land Brandenburg sogar um 77 % unter den Basiswerten von 1990. Damit haben die BBU-Mitgliedsunternehmen bereits jetzt die Klimaziele der Länder für das Jahr 2030 erreicht. Die Schlüssel für diesen Erfolg sind Freiwilligkeit und Technologieoffenheit, so wie sie in den Klimaschutzabkommen mit den Ländern Berlin und Brandenburg festgelegt wurden.

Energiewende und Klimaschutz sind beherrschende Themen der politischen und gesellschaftlichen Diskussion. Und das völlig zurecht: Auch das Jahr 2020 war – neben Corona – in Deutschland und speziell auch in Berlin-Brandenburg wieder durch neue Hitze- und Trockenheitsrekorde geprägt. Es steht außer Frage, dass schnell und konsequent gehandelt werden muss, sollen der Klimawandel und seine gravierenden Auswirkungen wenigstens gedämpft werden.

Die gute Nachricht ist, dass die soziale Wohnungswirtschaft beim Klimaschutz und Energie schon so weit vorangegangen ist – freiwillig und auf Grundlage von zahlreichen Klimaschutzabkommen, die der BBU zwischenzeitlich mit den Ländern Berlin und Brandenburg abgeschlossen hat. Auf dieser Basis konnten bereits im Berichtsjahr 2018 die Klimaziele der Länder für das Jahr 2030 durch die BBU-Mitgliedsunternehmen erreicht werden.

Die wichtigsten Ergebnisse des BBU-CO2-Monitoring für das Berichtsjahr 2018:

Land Berlin

Hochgerechnet emittierten die rund 720.000 Wohnungen der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen aus Heizung, Warmwasser und Hausstrom im Jahr 2018 rund 0,980 Millionen Tonnen CO2; das sind knapp fünf Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Landes Berlin. Die gesamten CO2-Emissionen im Land Berlin werden vom Amt für Statistik für das Jahr 2019 aus dem Endenergieverbrauch mit 19,14 Millionen Tonnen angegeben.

Gegenüber 1990, dem Basisjahr des Kyoto-Protokolls, sanken die CO2-Emissionen für Raumheizung, Warmwasser und Hausstrom im Wohnungsbestand der BBU-Mitgliedsunternehmen im Land Berlin um 62 Prozent auf durchschnittlich 1,36 Tonnen CO2 je Wohnung bzw. rund 22 Kilogramm CO2 je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2018. Das entspricht einer Einsparung von rund 1.499.000 Tonnen CO2 im Jahr.

Land Brandenburg

Bezogen auf alle rund 320.000 Wohnungen, die von den BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaftet werden, emittiert dieser Bestand landesweit rund 0,41 Tonnen CO2; das sind gut zwei Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Landes Brandenburg. Die gesamten CO2-Emissionen im Land Brandenburg werden vom Amt für Statistik für das Jahr 2017 aus dem Endenergieverbrauch mit 27,3 Millionen Tonnen angegeben.

Die CO2-Emissionen der Wohnungen der BBU-Wohnungsunternehmen wurden im Land Brandenburg seit 1990 um etwa 77 Prozent auf im Schnitt 1,29 Tonnen CO2 je Wohnung bzw. knapp 22 Kilogramm CO2 je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr 2018 gesenkt. Das sind im Jahr 1.512.000 Tonnen CO2 weniger Umweltbelastung.

Damit ist die soziale Wohnungswirtschaft unter dem Dach des BBU richtungsweisend für einen leistbaren, sozial ausgewogenen und damit tatsächlich nachhaltigen Klimaschutz. Der so auch bei den Mieterinnen und Mietern ankommt: beispielsweise über günstige Betriebskosten, aber auch über eine deutlich geringere Belastung durch die CO2-Bepreisung. Daraus können starke Eckpfeiler für eine zukunftsweisende Klimaschutzpolitik abgeleitet werden:

• CO2-Einsparung als Effizienzmaßstab: Die CO2-Einsparung, nicht die (theoretische) Energieeffizienz, muss zur Messlatte der Energiewende werden.
• Technologieoffenheit: Ermöglichung des Wettbewerbs um die jeweils besten (=effizientesten und damit nachhaltigsten) Lösungen bei Neubau und energetischen Modernisierung
• Fokus Erneuerbare: Konsequente Dekarbonisierung der Energieversorgung durch ihre Umstellung auf erneuerbare Energien
• Monitoring: Transparente bundeseinheitliche Monitoring-Standards als Grundlage einer wissenschaftlichen Begleitung der Energiewende (z. B. analog zur BBU-Klimabilanz)
• Ganzheitlichkeit: Die Energiewende muss gebäude- und sektorübergreifend gedacht und angegangen werden.

Für die Umsetzung der ambitionierten Klimapakete sind neue Konzepte und Ideen notwendig, an deren Findung die Wohnungswirtschaft sich intensiv beteiligt. Dafür braucht es einen offenen Dialog mit der Politik und anderen Stakeholdern, anstatt ideologischer Diskussionen oder verschärfter gesetzlicher Rahmenbedingungen. Allen Beteiligten sollte aber auch deutlich sein: Klimaschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben und ist schon gar nicht ein Selbstläufer. Entsprechend muss es u.a. eine zielgerichtete und zuschussbasierende Förderung der Länder und des Bundes geben, die die Wohnungswirtschaft unterstützt und nicht technologisch überkommenden Mantras folgt.

Die BBU-Klimabilanz steht im Downloadkasten (unten) zur Verfügung.

 

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