Berlin gewinnt im Bundeswettbewerb mit Ideen für die „Post-Corona-Stadt“

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Berlin gewinnt im Bundeswettbewerb mit Ideen für die „Post-Corona-Stadt“

Das Projekt „Erdgeschoss-Management in Zentren und Geschäftsstraßen" zählt zu den ausgewählten Pilotprojekten in einem bundesweiten Wettbewerb. Der vom Bundesbauministerium ausgelobte Wettbewerb soll zur Bewältigung der Pandemiefolgen beitragen. Das Bundesministerium für Inneres, Bauen und Heimat hatte Mitte 2020 als Teil der der Nationalen Stadtentwicklungspolitik einen Wettbewerb um Projekte gestartet, die unter dem Motto „Post-Corona-Stadt: Ideen und Konzepte für eine resiliente Stadtentwicklung“ stehen. Damit sollen innovative Lösungen und Maßnahmen entwickelt werden, die systematisch städtische Strukturen und Quartiere stärken. Im Rahmen des Wettbewerbes wurden unter 222 eingereichten Konzepten 13 Projekte ausgewählt. Das Bundesministerium für Inneres, Bau und Heimat unterstützt diese mit insgesamt 3,5 Millioonen Euro.

Ziel des Berliner Ansatzes ist, mehr Multifunktionalität in Zentren und Geschäftsstraßen zu bringen, insbesondere durch ein koordiniertes Vorgehen zur Nutzungsmischung. Das umfasst ein neuartiges, d.h. kuratiertes Nutzungsmanagement in Geschäftsstraßen, um u.a. Leerstand abzubauen und gemeinsam die Nutzung von Flächen in den Erdgeschossen zu managen.  In den Geschäftsstraßen sind nicht nur Geschäfte und Gastronomie, sondern auch andere Zentren-affine Nutzungen nötig, um Berlins vielfältige Stadtstruktur mit den städtischen Zentren zu sichern. Denn die Zentren und Geschäftsstraßen sind Orte, mit denen sich die Berlinerinnen und Berliner identifizieren und die für Gäste das urbane und lebendige Bild Berlins prägen.

Die Umsetzung des Projekts erstreckt sich auf einen Zeitraum von drei Jahren und startet im zweiten Quartal 2021. Der Bund unterstützt das Vorhaben voraussichtlich mit etwa 250.000 €. Das Land Berlin bringt zusätzlich eigene Ressourcen ein. Merkmal des Berliner Projekts ist eine doppelte Strategie, die sowohl an vorhandene Instrumente als auch an Netzwerke mit relevanten Akteuren anknüpft und diese verbindet. Im weiteren Prozess sind bewährte Partner und kreative Akteure, die Berlins Zentren stärken wollen, wichtig.

Silke Schendel

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