Fortsetzung des Stadtumbaus in Guben

  • Stadtentwicklung

Fortsetzung des Stadtumbaus in Guben

Im Rahmen der Städtebauförderung von Bund und Land sind in Guben auch in den kommenden Jahren erneut große Investitionen geplant. Während in der Vergangenheit der Schwerpunkt auf dem Rückbau lag, liegt der Fokus nun insbesondere in der Aufwertung der Altstadt West, dies teilte die Stadt Guben am 22. Januar 2021 mit. Geplant ist u.a. die bedarfsgerechte Anpassung des Wohnraums an die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Um hohe Leerstände zu vermeiden, ist daher weiterhin auch der Rückbau nicht mehr benötigter Wohnblöcke unvermeidbar. Für Ende 2021 ist in Guben der Abriss der leerstehenden Blöcke Gerhart-Hauptmann-Straße 18-22 und Dr.-Külz-Straße 18-24 vorgesehen.

Im Kern der Kulisse befindet sich die ehemalige Wilhelm-Pieck-Schule, welche durch die Gubener Sozialwerke gGmbH (GSW) zu einem Pflegefachzentrum mit diversen Funktionen umgebaut wer-den soll. Dort sind 80 stationäre Pflegeplätze, 18 Plätze für betreutes Wohnen sowie ein Begegnungszentrum geplant. Zur Finanzierung der Investition werden neben Städtebaufördermitteln auch Mittel aus der Wohnraumförderung sowie Gelder aus einem umfassenden Kommunaldarlehen der Stadt fließen. Parallel dazu sollen in diesem Bereich die anliegende Hegelstraße und Friedrich-Engels-Straße bis hin zum ebenfalls zu erneuernden Platz des Gedenkens grundhaft saniert werden. Der Baubeginn für die ersten Abschnitte dieser Maßnahmen wird noch vor Ende 2021 erfolgen.

Für die gesamte Umsetzung in den kommenden Jahren ist eine Unterstützung aus der Städtebauförderung im siebenstelligen Bereich geplant. Darüber hinaus beabsichtigt die Gubener Woh-nungsgesellschaft mbH (GuWo) in der Altstadt West die Modernisierung und Instandsetzung des Mietswohnhauses Karl-Marx-Straße 35/37. Dieses Vorhaben soll im Sommer 2021 beginnen. Akuter Bedarf entstand im alten Kino „Friedensgrenze“ in der Karl-Marx-Straße 56, dessen Zustand im Herbst 2020 nach ihrem Erwerb durch die GuWo.services GmbH (GSG) untersucht wer-den konnte. Die nötigsten Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung des Weiteren Verfalls des Einzeldenkmals können kurzfristig durch Städtebaufördermittel unterstützt werden. Abhängig vom ver-fügbaren Budget ist hier auch zukünftig eine Unterstützung bei der Sicherung und Sanierung möglich.

Unterdessen werden auch die Weichen für die Zukunft gestellt. Im Jahr 2020 erfolgte eine Untersuchung zur Weiterentwicklung der Bildungsinfrastruktur in den Stadtumbaugebieten. Besonders berücksichtigt wurde dabei die Prüfung der Möglichkeit für die Errichtung eines Bildungscampus in der Altstadt Ost, zur Konzentrierung mehrerer Funktionen an einem Standort. Die Ergebnisse dieser Studie werden noch im I. Quartal 2021 im Ausschuss für Soziales, Bildung, Jugend und Kultur präsentiert. 

Silke Schendel

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