Senat verbessert Grundlage für kleinräumige Analysen in der Stadtplanung Berlins

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Senat verbessert Grundlage für kleinräumige Analysen in der Stadtplanung Berlins

Der Senat hat in seiner Sitzung am 6. Oktober 2020 den Bericht zur „Modifikation der lebensweltlich orientierten Räume“ verabschiedet. Voraussetzung für Stadtentwicklungsstrategien in Berlin sind gute Analysen. In den meisten Fällen sind Analysen auf gesamtstädtischer oder auf bezirklicher Ebene nicht ausreichend, es bedarf kleinräumiger Daten. Um beispielsweise soziale Entwicklungen in Stadtquartieren frühzeitig zu erkennen und mögliche Handlungsoptionen herauszuarbeiten, ist die kleinräumige Untersuchung bestimmter Quartiere erforderlich. Hierzu kommt u.a. das Monitoring Soziale Stadtentwicklung zur Anwendung. Weitere Beispiele für Instrumente mit kleinräumigen Aussagen sind die bezirklichen Entwicklungskonzepte für die Versorgung mit sozialer Infrastruktur sowie die Bevölkerungsprognose für das Land Berlin und die Bezirke. Die abgestimmten Änderungen der lebensweltlich orientierten Räume werden zum 1. Januar 2021 gültig. Zukünftig werden kleinräumig bereitgestellte statistische Daten des Landes Berlin auf dieser Basis veröffentlicht.

Senator Scheel: „Für die Berliner Stadtplanung ist es besonders wichtig, die konkreten Lebenssituationen der Berlinerinnen und Berliner in den unterschiedlichen Kiezen der Stadt zu berücksichtigen. Mit der Weiterentwicklung des bewährten Systems der lebensweltlich orientierten Räume schaffen wir gute Grundlagen für die erforderlichen vielfältigen Analysen und Planungen.“

Durch das starke Bevölkerungswachstum und die Planung der neuen Stadtquartiere wurde eine Weiterentwicklung der räumlichen Abgrenzungen der im Jahr 2006 eingeführten lebensweltlich orientierten Räume (LOR) notwendig. Dazu hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gemeinsam mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg und in Abstimmung mit den planenden Fachverwaltungen auf Senats- und Bezirksebene den Bericht zur „Modifikation der lebensweltlich orientierten Räume“ vorgelegt. Dabei waren die verschiedenen Fachämter in den Bezirksverwaltungen besonders intensiv in den Arbeitsprozess eingebunden. Die LOR-Systematik ist seitdem in Berlin die maßgebliche räumliche Grundlage für eine Vielzahl von Planungen und ein stadtentwicklungspolitisches Instrument für viele Bereiche der Senats- und Bezirksverwaltungen, die die LOR-Systematik für fachliche und sozialraumorientierte
Planungen nutzen.

 

Silke Schendel

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