Weniger Wohngeldhaushalte in Berlin und Brandenburg

  • Soziales

Weniger Wohngeldhaushalte in Berlin und Brandenburg

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 13. August 2020 mitteilte, ist die Zahl der Wohngeld-Empfänger im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Ende 2019 bezogen in der Hauptstadtregion über 41 000 Haushalte Wohngeld. Das bedeutet für Berlin im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Wohngeldhaushalte um 10 Prozent und für Brandenburg um 8 Prozent. Der Anteil der reinen Wohngeldhaushalte, in denen alle Haushaltsmitglieder einen Anspruch auf Wohngeld haben, betrug 97 Prozent. Bei drei Prozent der Haushalte waren nur einzelne Personen des Haushaltes wohngeldberechtigt (wohngeldrechtliche Teilhaushalte).

Die Zahl der reinen Wohngeldhaushalte betrug in Berlin insgesamt 20 449. Davon erhielten 99 Prozent Wohngeld in Form eines Mietzuschusses (Wohngeld für Mieter*innen), ein Prozent empfing einen Lastenzuschuss (Wohngeld für Eigentümer*innen eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung). In Brandenburg gab es 19 465 Haushalte mit reinem Wohngeld. Davon erhielten 91 Prozent einen Mietzuschuss und neun Prozent bekamen einen Lastenzuschuss für ihr Eigenheim bzw. für ihre Eigentumswohnung. In beiden Ländern ist der Anteil der Einpersonenhaushalte mit rund zwei Dritteln am größten.

Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch bei reinen Wohngeldhaushalten lag in Berlin bei 144 Euro und in Brandenburg bei 120 Euro. Unter den reinen Wohngeldhaushalten bildeten Rentner*innen gemeinsam mit Pensionär*innen die größte Gruppe. Hierzu zählten über die Hälfte der Berliner und Brandenburger Haushalte mit reinem Wohngeld (53 Prozent bzw. 58 Prozent). An zweiter Stelle standen Arbeitnehmer*innen sowie Beamt*innen mit insgesamt rund 27 Prozent. Der verbleibende Anteil entfiel auf die Gruppen Studierende/ Auszubildende, Selbstständige, Arbeitslose und sonstige Berechtigte.

 

Mieke Goldhahn

T +49 (30) 89781 - 126
F +49 (30) 89781 - 4126

BBU-Mitgliedsunternehmen