Neues Berliner Quartier mit 1.800 Wohnungen in Köpenick geplant

  • Stadtentwicklung

Neues Berliner Quartier mit 1.800 Wohnungen in Köpenick geplant

Der Senat hat in seiner Sitzung am 12. Mai 2020 die Verordnung über die förmliche Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereiches für den ehemaligen Güterbahnhof Köpenick erlassen. Geplant sind hier rund 1.800 Wohnungen, am Wohnungsbau auf den zukünftig landeseigenen Flächen sollen Genossenschaften mit mindestens 20 Prozent beteiligt werden.

Mit der Entwicklung des neuen Stadtquartiers werden das übergeordnete Straßennetz durch die geplante Ostumfahrung Bahnhofstraße ebenso wie das Fuß- und Radwegenetz bedarfsgerecht erweitert. Damit können die bestehenden verkehrlichen Engpässe und Barrieren überwunden und eine bessere Vernetzung mit den benachbarten Stadt¬eilen hergestellt werden. Dabei entsteht ein klimaneutrales und „autoarmes“ Stadtquartier mit Mobility-Stationen und zukunftsweisenden Mobilitäts- und Energieversorgungsangeboten.

Die Sicherung und Planung eines Verbundes von – zum Teil öffentlich nutzbaren, zum Teil naturbelassenen – Grün- und Freiflächen gewährleisten den Ausgleich für die mit den geplanten Baumaßnahmen verbundenen Eingriffe in den Naturhaushalt. Die Revitalisierung des seit Anfang der 1990er-Jahre brachliegenden ehemaligen Güterbahnhofsareals ist darüber hinaus mit einer umfassenden Neuordnung des vorhandenen Stadtgefüges verbunden. Parallel zu der geplanten Gebietsentwicklung wird mit dem von der Deutschen Bahn AG geplanten neuen Regionalbahnhof Köpenick unmittelbar am vorhandenen S-Bahnhof die übergeordnete Anbindung des neuen Stadtquartiers an den regionalen Schienenverkehr realisiert.

Seit einigen Monaten finden vielfältige und erforderliche Aktivitäten zur Vorbereitung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme statt. Dazu gehören insbesondere die Beauftragung der Planer nach einer europaweiten Ausschreibung sowie des künftigen Entwicklungsträgers. Kontinuierlich wurden in diesem Zusammenhang auch die Abstimmungen mit der Deutschen Bahn AG zum Ausbau des Regionalbahnhofes sowie mit den Eigentümerinnen und Eigentümern der Schlüsselgrundstücke geführt.

Silke Schendel

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