Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG startet Sanierungsprojekt BRAND.VIER

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Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG startet Sanierungsprojekt BRAND.VIER

26 Wohnblöcke stehen in Eberswalde in den kommenden zehn Jahren zur Sanierung an. Das Projekt mit dem Namen "BRAND.VIER" ist das wohl größte Bauprojekt, das die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG in den vergangenen 30 Jahren umgesetzt hat. Und nicht nur das: Das gesamte Brandenburgische Viertel erhält in sieben Aktionsräumen eine Frischzellenkur, bei der an vielen Stellen auch die Bewohner des Sanierungsgebiet gefragt sind. Bürgerbeteiligung soll helfen, den tatsächlichen Bedarf im Viertel zu ermitteln und dann auch umzusetzen. Los geht’s in diesem Jahr mit dem Block Havellandstraße 24 bis 30. Hier gilt es, sechs Etagen so umzubauen, dass das Haus dem zukünftigen Bedarf am Mietmarkt entspricht. Der Umbau soll aber auch echte Nachbarschaft fördern.

BRAND,VIER ist für die Genossenschaft und die Projektentwicklerin Beatrice Reich eine riesige Herausforderung. Genau das richtige Projekt für die 61-Jährige, die vor zwei Jahren extra wegen BRAND.VIER einen Neuanfang bei der 1893 wagte.  Dieser unvoreingenommene Blick half ihr bei der Bestandsaufnahme im Viertel. 

Echte Nachbarschaft macht den Unterschied

Denn Nachbarschaft ist der Punkt, mit dem die 1893 den Unterschied zu anderen Wohnungsanbietern in der Stadt machen möchte. Dazu unterstützt sie Nachbarschaftsprojekte, lädt die Kinder der Mieter zum Erdmännchen Club ein und organisiert für die Erwachsenen mehrmals im Monat kostenfreie Veranstaltungen. Warum das alles? Damit sich die Genossenschaftsmitglieder regelmäßig treffen. Damit das Leben in den Quartieren weniger anonym ist. Damit es freundlich und hilfsbereit zugeht. Auch die sanierten Häuser sollen Raum dafür bieten – unter anderem mit einem Gemeinschaftsraum, den die Mieter für Bastel-Nachmittage, Kaffeekränzchen, Spiele-Abende oder Familienfeiern nutzen können.
Dem Mietmarkt entsprechend beginnt die 1893 in der Havellandstraße damit, den großen Bestand an 3-Raum-Wohnungen zu verringern. Daraus entstehen zusätzliche 2- und 4-Raumwohnungen. Von den 1.500 Wohnungen, die im Brandenburgischen Viertel zum Bestand der Genossenschaft gehören, sind 683 3-Raumwohnungen. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer – das war zur Blütezeit des Brandenburgischen Viertels die perfekte Wohnung. Die Wünsche haben sich geändert. Heute suchen Familien häufig nach zwei Kinderzimmern oder nach einem Kinderzimmer und einem Arbeitszimmer. Singles oder Senioren wünschen sich oft kleinere Wohnungen und sind mit zwei Zimmern glücklich.
In der Havellandstraße ist selbstverständlich auch die gesamte Haustechnik dran. Im Erdgeschoss sind außerdem barriere-arme und behinderten-gerechte Wohnungen geplant.

Natürlich muss es auch Kunst geben
Ein Wohnviertel braucht Kunst und Kultur. Da ist sich 1893-Vorstand Volker Klich ganz sicher. Mit der Galerie Fenster in der Brandenburger Straße ist ein Anfang gemacht. Seit dem Sommer hat Kulturunternehmer Udo Muszynski dort nun schon die dritte Ausstellung eröffnet. Das Interesse für eine Kunstgalerie in den zwei Abrisswohnungen war groß – positiv wie negativ. Viele Menschen kamen – Viertel-Bewohner und Eberswalder aus anderen Stadtteilen. Die Galerie ist etwas, was es so in Eberswalde nicht gibt. Und genau deshalb ist sie ein wichtiges Statement für das Brandenburgische Viertel und für BRAND.VIER.
Das Viertel soll nicht länger Außenstelle bleiben. Es soll wieder ein Stadtteil sein, das mit allen anderen auf Augenhöhe um Bewohner konkurriert. Deshalb braucht es nach Udo Muszynski und Lars Koeppe vom Sanitätshaus Koeppe weitere stadtbekannte Akteure, die hier etwas entwickeln, das den Aufbruch im Brandenburgischen Viertel fortsetzt.

Die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG startet mit BRAND.VIER im Brandenburgischen Viertel ein riesiges Sanierungsprojekt und entwickelte hierfür ein eigenes Logo; Copyright: 1893 eG

Silke Schendel

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