EWG: Erste Mieter ziehen in Neubau mit 20 Wohnungen ein

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EWG: Erste Mieter ziehen in Neubau mit 20 Wohnungen ein

Im April 2018 wurde der erste Spatenstich dieses Millionenprojektes in Neuzelle bei Eisenhüttenstadt gefeiert, im Dezember 2018 Richtfest. Am 10. Januar 2020 zogen die ersten Mieter in die Komfortwohnanlage der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) ein. 20 Wohnungen sind dort entstanden. Die kleinsten verfügen über 59 Quadratmeter Wohnfläche, die größten über 76. Es gibt ausschließlich Zweiraum- und Dreiraumwohnungen. "Und alle sind vermietet", verkündet Verena Rühr-Bach, die Vorstandsvorsitzende der EWG.

Das Interesse an den Mietwohnungen mitten in dem Eigenheimareal am Sportplatz war riesig, und zwar von Beginn an. Unter den Mietern seien nur ganz wenige, die von Eisenhüttenstadt nach Neuzelle ziehen, weiß die EWG-Chefin. Die meisten seien ältere Personen, die bereits in dem begehrten Ort wohnen, das eigene Grundstück aber nicht mehr bewirtschaften wollen oder können. So sei das auch angedacht gewesen, als die ersten Gespräche mit dem Neuzeller Bürgermeister Dietmar Baesler liefen.
Dieser hat übrigens mehr oder weniger den Anstoß für das gesamte Projekt gegeben. Der Bürgermeister war nämlich zuvor wiederholt nach Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen gefragt worden, Menschen, die es eben irgendwann nicht mehr schaffen, Hof und Haus zu halten, die aber unbedingt in Neuzelle bleiben wollen. Baesler machte dem Wohnungsunternehmen, das immer mal wieder über den Tellerrand von Eisenhüttenstadt schaut,  schließlich ein konkretes Angebot: Die Fläche am Sportplatz sollte es allerdings nur im Doppelpack mit dem ehemaligen Landambulatorium geben. Die EWG war schnell überzeugt. Das Objekt in der Gartenstraße wurde 2017 fertiggestellt und die sechs Wohnungen umgehend bezogen.  Nun zieht Leben in den Neubau am Birkenweg ein.
"Ich bin wirklich froh, dass das alles so geklappt hat", betont Dietmar Baesler. Die Zusammenarbeit habe reibungslos funktioniert. Durch die EWG sei letztlich ein großer Wunsch vieler Menschen in Erfüllung gegangen. "Ich hoffe und wünsche mir, dass die, die dort einziehen, zufrieden sind", sagt der Gemeindebürgermeister. Hier und da gebe es nun Anfragen von den Nachbarn, aber das müsse man nach und nach klären. Für ihn sei wichtig, dass die Einwohnerzahlen in Neuzelle stabil bleiben. Das Projekt der EWG leiste einen Beitrag dazu. In Einfamilienhäuser, die nun frei werden, könnten beispielsweise Familien einziehen. Das sei wie ein Kreislauf.
Außenanlagen noch nicht fertig
Den Kostenrahmen hat man laut EWG-Chefin eingehalten. Drei Millionen Euro waren für das Projekt am Sportplatz eingeplant, alles inklusive: Grundstückskauf, Gutachten, Baugenehmigung sowie Bau. Allerdings habe von bestimmten geplanten Details wie einer noch größeren Terrasse Abstand nehmen müssen, weil diese teurer geworden wären als angenommen. Je Quadratmeter Wohnfläche hat das Vorhaben 2300.Euro brutto gekostet. In Berlin würde man mindestens das Doppelte ausgeben, sagt Verena Rühr-Bach. Insgesamt ist sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Außenanlagen sollen – sofern das Wetter mitspielt – in den nächsten Wochen fertiggestellt werden.
Sämtliche Wohnungen in dem zweiteiligen Gebäude sind barrierefrei. Alle Bewohner können ihre vier Wände über den einen Aufzug erreichen. Die Mietkosten sehen wie folgt aus: Für eine 59-Quadratmeter-Wohnung werden beispielsweise 535 Euro Warmmiete fällig. Die Kaltmiete liege je nach Größe und Lage zwischen 6,20.Euro und 6,30.Euro pro Quadratmeter.

Veröffentlichung des Textes mit freundlicher Genehmigung der Märkischen Oderzeitung (Autorin: Janet Neiser, Datum: 10. Januar 2020)

 

Silke Schendel

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