Bundestag stärkt Genossenschaften – weiterer Schritt in Richtung bezahlbarer Wohnraum

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Bundestag stärkt Genossenschaften – weiterer Schritt in Richtung bezahlbarer Wohnraum

2020 wird der Erwerb von Anteilen an einer Wohnungsgenossenschaft für selbstgenutzten Wohnraum durch zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse über das KfW-Darlehnsprogramm mit einer Million Euro und bis 2030 mit fünf Millionen Euro erleichtert. Mit den insgesamt sechs Millionen Euro soll ein gezielter Anreiz sowohl für die Neugründung als auch die Beteiligung an einer bestehenden Genossenschaft gesetzt und damit die Sicherung von dauerhaftem und bezahlbarem Wohnraum unterstützt werden.

Die Förderung wird auf Antrag in Höhe von 15 Prozent für ein Darlehen gewährt. Der dafür vorgesehene maximale Darlehnsbetrag wird auf 100.000 Euro aufgestockt und alle bisherigen Einkommensgrenzen entfallen. Förderfähig ist allerdings nur die Nutzung einer Wohnung in der Genossenschaft im Neubau oder Bestand zur Selbstnutzung.

Zusätzlich stellen die Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag zur Erarbeitung eines Konzepts, einschließlich einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des neuen Programms „Dach- und Fassadenbegrünung, Waldgärten und Urban Gardening“ im Rahmen des Programms „Grün in der Stadtentwicklung“, 500.000 Euro bereit.

Der Abgeordnete Klaus Mindrup, Mitglied des Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen im Deutschen Bundestag und Genossenschaftsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, merkte an: „Das ‚Wohneigentumsprogramm Genossenschaftsanteile‘ ist ein wichtiger Einstieg in die weitere Förderung der Genossenschaften. Diese Verbesserung wird hoffentlich zu steigenden Antragszahlen bei den Darlehensprogrammen führen. Das Programm sollte nun so ausgestaltet werden, dass die Bundesländer es zusätzlich aufstocken können.“

Bernhard Daldrup, Sprecher des Ausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen im Deutschen Bundestag: „Die kurzfristige Aufnahme des ‚Wohneigentumsprogramms Genossenschaftsanteile‘ im Bundeshaushalt ist starkes Zeichen für alle Genossenschaften in Deutschland. Wir haben bis zuletzt dafür gekämpft und einen wichtigen Eckpunkt des Wohnungsbaus im Bundeshaushalt 2020 verankern können. Wer in einer Genossenschaft gemeinsam baut oder kauft, kann in Zukunft mit der Unterstützung des Bundes rechnen. Gemeinsam seine Ziele besser erreichen als im Alleingang, ist der Kerngedanken jeder Genossenschaft. Das werden wir nun weiter fördern – für einen gerechten und bezahlbaren Wohnraum in Deutschland.“

 

Kerstin Braun

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