Neu erschienen: Der BBU-Preisspiegel 2019

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Neu erschienen: Der BBU-Preisspiegel 2019

Bereits in seiner 14. Neuedition liefert der BBU-Preisspiegel mit dem Preisstand am 1. Januar 2019 Informationen zur Entwicklung der Preise für Energie, Wasser und Müllkosten sowie zur Entwicklung der Grundsteuer, der Einwohnerdichte und der Wohnungsbeschaffenheit im Land Brandenburg, Berlin und weiteren deutschen Großstädten. Dieses Instrument des Preis-Monitorings hat sich über die Jahre bewährt und leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Markttransparenz.

Hierbei zeigt im Vergleich zum Vorjahr in der Sparte Fernwärme in Brandenburg wie auch in Berlin ein deutlicher Aufwärtstrend der Preise. Auch die Entwicklung der seit Jahren sinkenden Erdgaspreise in Brandenburg kam ins Stoppen, hier sind die Mischpreise im Durchschnitt wieder sichtbar angestiegen, noch stärker war aber der Preisanstieg in Berlin, nachdem der Erdgaspreis hier von 2014 bis 2017 zurückgegangen ist und 2018 noch sein Vorjahresniveau hielt. Weniger aufregend ist die Preisentwicklung beim Heizöl. Hier gab es in Berlin nur einen moderaten Preisanstieg, was auch für den durchschnittlichen Mischpreis in Brandenburg gilt. Positiv zu erwähnen bleibt noch die Entwicklung von 2018 zu 2019 auf dem brandenburgischen Strommarkt: Hier gingen die mittleren Stromkosten wieder merklich zurück. In Berlin blieb immerhin das Preisniveau des Vorjahres bestehen. Die Sparte Wasser zeigte durchschnittlich in Brandenburg als auch in Berlin nur wenig Veränderung. Auch die Müllentsorgungskosten in Brandenburg änderten sich kaum und stiegen im Durchschnitt nur leicht an. Dagegen ist bei der Müllentsorgung in Berlin verglichen mit den Vorjahren ein deutlicher Preisanstieg zu verzeichnen gewesen.

Auch wenn auf Grundlage momentaner Energieversorgungssituationen sowie durch inkonsistente politische Rahmenbedingungen eine Prognose der zukünftigen Entwicklung der Energiekosten nur eingeschränkt möglich ist, erwartet der BBU, dass die Energiepreise in den nächsten Jahren deutlich ansteigen werden. Die aktuellen Preisentwicklungen sprechen für diese prognostizierte Entwicklung. Unter anderem weil die Lasten der Energiewende in Deutschland ungleich verteilt sind, fordert der BBU einen Neustart bzw. eine Wende für die Energiewende. Diese Forderungen, aber auch die zugehörigen Vorschläge hat der BBU in der Studie „Energiewende - Irrtümer aufbrechen, Wege aufzeigen“ im Juni 2018 veröffentlicht.

Für die Neuausrichtung sind aus Sicht des BBU vier Eckpunkte entscheidend:

  1. Ganzheitlicher Ansatz – konsequente Betrachtung der gesamten Volkswirtschaft mit ihren Ursache-Wirkungs-Ketten ohne Verschiebung von Einsparungslasten von einem Sektor auf den anderen sowie eine echte Sektorkopplung anstelle der Festlegung von Einzelzielen je Sektor.
  2. CO2-Einsparung als Effizienzmaßstab – Statt Energiekennwerte sollten CO2-Emissionen zu wesentlichen Zielwerten der Energiewende in der Wohnungswirtschaft gemacht werden. Wichtig ist dabei die Berücksichtigung der Gesamteffizienz (Maßnahmen im Quartier statt nur an Einzelgebäuden).
  3. Technologieoffenheit – Um die Energiewende effektiv und bezahlbar zu machen, muss bei jedem Neubau- oder Modernisierungsprojekt der Wettbewerb um die jeweils beste Lösung möglich sein. Erster Maßstab zur Bewertung des Nutzens und der Förderfähigkeit von Maßnahmen auch hier: Die Menge des damit langfristig eingesparten CO2.
  4. Fokus Erneuerbare Energien – Die direkt am Gebäude zunächst „gratis“ zur Verfügung stehende Umweltenergie (z.B. Sonne oder Abwärme) muss noch wesentlich stärker als bisher genutzt werden können. Sie ist ein wesentlicher Schlüssel zum Gelingen der Energiewende und langfristig ein entscheidender Faktor für günstige Heiz- und Energiekosten.

Der Preisspiegel 2019 kann online zum Preis von 50 Euro brutto bestellt werden. Für BBU-Mitglieder versenden wir bei Interesse gerne ein gedrucktes Exemplar kostenlos, weitere Exemplare sind für einen vergünstigten Preis von 20 Euro brutto erhältlich.

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