Erneut weniger Baugenehmigungen in Berlin – dafür deutlich mehr in Brandenburg

  • Wohnungspolitik

Erneut weniger Baugenehmigungen in Berlin – dafür deutlich mehr in Brandenburg

Während in Berlin die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen oder bestehenden Gebäuden im ersten Halbjahr 2019 um 2,2 gesunken ist, nahm sie im Land Brandenburg im selben Zeitraum um 22,6 Prozent zu. In Berlin setzt sich der Trend sinkender Baugenehmigungen damit weiter fort. Das geht aus Zahlen hervor, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 6. August 2019 veröffentlicht hat.

Demnach wurden den Bauaufsichtsbehörden in Berlin in den ersten sechs Monaten 2019 1.825 Anträge für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau gemeldet. Das sind 4,8 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Dabei sollen 11.346 Wohnungen entstehen. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 2,2 Prozent. 9.954 der gemeldeten Wohnungen (-3,8 %) sollen in Neubauten entstehen. In Mehrfamilienhäusern sind 9.091 Wohnungen (-3,2 %) und in Ein- und Zweifamilienhäusern weitere 628 Wohnungen (-12,2 %) geplant. 1.392 Wohnungen werden dem Wohnungsmarkt aufgrund von Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z.B. Dachgeschossausbau oder Nutzungsänderungen, zur Verfügung stehen. Das bedeutet eine Zunahme um 10,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Die meisten Baugenehmigungen für Wohnungen meldeten die Bezirke Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg.

Den Bauaufsichtsbehörden im Land Brandenburg wurden im gleichen Zeitraum 4.807 Baugenehmigungen für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau gemeldet. Das sind 1,3 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. 7.772 Wohnungen (+22,6 %) sollen insgesamt entstehen, darunter 7.141 in Neubauten (+19,9 %). In Ein- und Zweifamilienhäusern sind 3.298 Wohnungen (-3,8 %) und in Mehrfamilienhäusern 3.760 Wohnungen (+50,2 %) geplant. Weitere 631 Wohnungen (+63,9 %) sollen durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z.B. Nutzungsänderungen und Dachgeschossausbauten, dem Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Die meisten Baugenehmigungen für Wohnungen wurden in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oberhavel erteilt.

BBU-Vorstand Maren Kern: „Die starke Bauaktivität im Land Brandenburg freut uns sehr. Wahrscheinlich spiegelt sich hier auch wider, dass mehr und mehr Berliner Unternehmen sich für Neubau in der Mark interessieren.“ Für den Zeitraum 2019 bis 2023 planen Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen nach Zahlen der aktuellen BBU-Jahresstatistik schon jetzt den Neubau von 1.829 Wohnungen im Land Brandenburg, davon 1.553 in den Städten des Berliner Umlands.

Dr. David Eberhart

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