Berliner Energie- und CO2-Bilanz 2016: Gegenüberstellung mit der BBU-Klimabilanz 2016

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Berliner Energie- und CO2-Bilanz 2016: Gegenüberstellung mit der BBU-Klimabilanz 2016

Wie der BBU in den BBU-Nachrichten 2/2019 berichtete, hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 14. Februar 2019 die Berliner Energie- und CO2-Bilanz für das Jahr 2016 vorgelegt. Sie zeigt im Vergleich zu 2015 einen um 3,1 % gestiegenen Endenergieverbrauch (EEV) und um 2,4 % gestiegene CO2-Emissionen (Verursacherbilanz). Gegenüber dem Basisjahr 1990 hat Berlin eine CO2-Minderung um 31,4 % erreicht. Die BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin konnten ihren CO2-Ausstoß im Vergleich zum Basisjahr 1990 bereits um 56 % senken, wie die Ergebnisse der BBU-Klimabilanz 2016 zeigen. Die CO2-Emissionen steigen im Vergleich zum Jahr 2014 nur leicht um ein Prozent an.

Der BBU veröffentlichte am 23. Januar 2019 die BBU-Klimabilanz für das Jahr 2016. Die Ergebnisse der BBU-Klimabilanz 2016 korrespondieren mit den Auswertungen der Berliner Energie- und CO2-Bilanz 2016 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Ebenso wie im gesamten Land Berlin ist auch bei den BBU-Mitgliedsunternehmen im Land Berlin ein leichter Anstieg bei den CO2-Emissionen zu beobachten. 

Für seine BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin und Brandenburg mit ihren insgesamt 1,1 Millionen Wohnungen im Bestand erstellt der BBU eine gesonderte CO2-Bilanz. Mit der BBU-Klimabilanz 2016 veröffentlichte der BBU bereits zum dritten Mal einen Zwischenbericht über die Entwicklung der CO2-Emissionen seiner Mitgliedsunternehmen. Dem BBU lagen für das Berichtsjahr 2016 Daten zu rund 480.000 Wohnungen in Berlin vor, die rund 70 % des Wohnungsbestandes der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen repräsentieren. Die hohe Teilnehmerquote der BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin am freiwilligen Monitoring des BBU zeigt, dass die Wohnungswirtschaft den Klimaschutz ernst nimmt und   ermöglicht aussagekräftige Ergebnisse über die CO2-Emissionen im Wohnungsbestand.

In Bezug auf das Basisjahr 1990 konnten die BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin ihren CO2-Ausstoß im Jahr 2016 um durchschnittlich 56 % senken und verdeutlichen einmal mehr ihre Vorreiterrolle in Berlin beim Klimaschutz. Die BBU-Mitgliedsunternehmen entlasten bereits im Jahr 2016 die Berliner Luft um hochgerechnet knapp 1,1 Millionen Tonnen CO2 und haben das Berliner Klimaschutzziel des Jahres 2020 von einer Reduzierung um 40 % deutlich übererfüllt.

Im Vergleich zum Berichtsjahr 2014 sind die CO2-Emissionen der BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin lediglich um ein Prozent gestiegen. Jedoch verharren sie mit 1,55 Tonnen CO2 je Wohnung bzw. rund 25 Kilogramm CO2 je Quadratmeter Wohnfläche im Jahr auf einem niedrigen Niveau. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass die Spielräume für weitere substanzielle Einsparungsfortschritte mittlerweile weitgehend ausgeschöpft sind, innerhalb des bisherigen klimaschutzpolitischen Rahmens.

Technologische Dogmen, wie etwa die Fokussierung auf die Wärmedämmung, führt zu hohen Kosten, die sich nachteilig für die Wohnungsunternehmen und die Mieter auswirken, ohne dass ein substanzieller CO2-Einspareffekt erzielt wird. Daher sollten zukünftige Maßnahmen zur CO2-Reduktion mit Augenmaß und technologieoffen umgesetzt werden und die CO2-Einsparung einer Lösung in den Mittelpunkt stellen. 
 
Für weitergehende Informationen zum BBU-CO2-Monitoring kann die Materialie BBU-Klimabilanz 2016 auf der Internetseite des BBU unter der Rubrik Publikationen bestellt werden.

Die gesamte Berliner Energie- und CO2-Bilanz steht unter www.statistik-berlin-brandenburg.de zur Verfügung.

Für Rückfragen steht im Fachbereich Technik Herr Lars Grothe (030/89781150 oder lars.grothe@bbu.de) zur Verfügung.

Lars Grothe

T +49 (30) 89781 - 150
F +49 (30) 89781 - 4150

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