Werkstattverfahren Haus der Statistik: Städtebauliche Entwürfe vorgelegt

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Werkstattverfahren Haus der Statistik: Städtebauliche Entwürfe vorgelegt

Das Kooperative Werkstattverfahren zur Stadtentwicklung um das Haus der Statistik in Berlin-Mitte hat im Dezember 2018 eine entscheidende Etappe erreicht. Im zweiten Zwischenkolloquium im November 2018 wurden drei städtebauliche Entwürfe für das Zusammenspiel der unterschiedlichen Nutzungen, wie Verwaltung, Wohnen, Soziales und Kultur in einmaliger Innenstadtlage präsentiert.

Direkt am Berliner Alexanderplatz und am Eingang des Wohngebiets Karl-Marx-Allee II. Bauabschnitt liegt ein zukunftsweisender Ort für die partizipative Entwicklung der Berliner Innenstadt: Im September 2018 startete ein integriertes Werkstattverfahren, um das Areal zu entwickeln und die Grundlagen für die künftigen Nutzungen auf dem Gelände am ehemaligen Haus der Statistik kooperativ zu erarbeiten. Bis zum Januar 2019 werden in Workshops, Kolloquien und Planungslaboren Ideen und Expertisen gebündelt, um das lange Zeit brach liegende Areal mit Hochhauskomplex und mehreren Flachbauten zu einem gemeinwohlorientierten Ort für die Stadtgesellschaft zu entwickeln.

Drei Bürogemeinschaften der Disziplinen Architektur/Stadtplanung und Landschaftsarchitektur setzen derzeit die im öffentlichen Dialog entstandenen Konzepte in städtebauliche Entwürfe um. Im November 2018 wurden die Arbeitsstände beim 2. Zwischenkolloquium präsentiert Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Gestaltung der Außenbereiche und der Erdgeschosszonen sowie die Anbindung an das bestehende Wohnquartier entlang der Berolinastraße gelegt. Zusammenhängende Hofkonzepte und eine starke Vernetzung innerhalb des Komplexes aus bestehenden und neu zu errichtenden Wohn- und Bürogebäuden bezeugen die hohe Qualität der Entwürfe und den Grad der Durcharbeitung für die rund 65.000 m² großen Flächen für den Neubau. Wesentlicher Faktor für die kommende Umsetzung der Planungen sind die unterschiedlichen Realisierungshorizonte der einzelnen Bauabschnitte: Das Gelände am Haus der Statistik soll unter breiter Mitwirkung der Stadtgesellschaft zusätzliche Flächen für die Verwaltung, ein neues Rathaus für den Bezirk Berlin-Mitte, ein gemischt-inklusives Raumprogramm für Bildung, Kultur und Soziales sowie mehr bezahlbaren Wohnraum beherbergen.

Am 20. Dezember 2018 werden die teilnehmenden Planerteams ihre überarbeiteten Entwürfe einreichen. Diese können am 16. Januar 2019 auf einer öffentlichen Bürgerveranstaltung im Rathaus Mitte der Stadtgesellschaft präsentiert, bevor sie am darauffolgenden Tag durch das Obergutachtergremium bewertet werden. Präsentation der städtebaulichen Entwürfe:

  • 16. Januar 2019 ab 19 Uhr, BVV-Saal des Bezirksamts Mitte von Berlin, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin.
  • Im März 2019 ist zu den Entwürfen eine Ausstellung geplant.

Haus der Statistik – Haus mit Zukunft

Das Haus der Statistik entstand bis 1970 bei der Neugestaltung des (ost-) Berliner Stadtzentrums um den Alexanderplatz.  Nach der politischen Wende wurde der Gebäudekomplex als Außenstelle des Statistischen Bundesamtes und als Berliner Dienstsitz der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen genutzt. Seit 2008 stand das Ensemble leer und verfiel. Ursprünglich war der Abriss der Bestandsbebauung vorgesehen. Die zivilgesellschaftliche "Initiative Haus der Statistik" sowie die Berliner Politik kamen überein, wesentliche Teile der bestehenden Bebauung zu ertüchtigen und teilweise umzunutzen sowie das Gelände mit Neubauten für Wohnen und Verwaltung zu ergänzen.
Das Land Berlin hatte das Areal am Haus der Statistik im Oktober 2017 vom Bund erworben, um hier ein lebendiges Quartier im Zentrum der Hauptstadt zu entwickeln. An diesem Prozess sind federführend fünf Kooperationspartner - der sogenannte „Koop5“ - beteiligt: Das Bezirksamt Mitte von Berlin, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH) und die ZUsammenKUNFT Berlin eG Genossenschaft für Stadtentwicklung. Diese Gemeinschaft aus fünf Institutionen hatte am 29. Januar 2018 einen Kooperationsvertrag zur Zukunft des Geländes unterzeichnet. Gemeinsam mit der Berliner Stadtgesellschaft entsteht im Herzen der Hauptstadt ein vielfältiger Ort zum Wohnen, Leben und Arbeiten.

Fotos: Andreas Süß


 

Silke Schendel

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