Neu erschienen: Der BBU-Preisspiegel 2018

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Neu erschienen: Der BBU-Preisspiegel 2018

Bereits in seiner 13. Neuedition liefert der BBU-Preisspiegel mit Preisstand 1. Januar 2018 Informationen zur Entwicklung der Preise für Energie, Wasser und Müllkosten sowie zur Entwicklung der Grundsteuer, der Einwohnerdichte und der Wohnungsbeschaffenheit im Land Brandenburg, Berlin und weiteren deutschen Großstädten. Dieses Instrument des Preis-Monitorings hat sich über die Jahre bewährt und leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Markttransparenz.

Eines der wesentlichen Ergebnisse dieses verbraucherschutzpolitischen Standardwerks: Die wechselhafte Preisentwicklung der letzten Jahre – abhängig von Region, Anbieter und Energieträger – setzt sich auch 2018 fort. Beispielsweise sinken die Fernwärmepreise in Brandenburg weiterhin leicht, dagegen musste Berlin die erste deutliche Kostensteigerung seit dem Jahr 2013 verkraften. Auch die Erdgaspreise weisen unterschiedliche Tendenzen auf. In Brandenburg setzte sich die Kostenentspannung fort – zum fünften Mal in Folge sinkt hier der durchschnittliche Mischpreis. Der in Berlin seit 2014 zu beobachtende Abwärtstrend hat 2018 dagegen sein Ende gefunden. Nach einer sehr dynamischen Kostenentwicklung für Heizöl in den vergangenen Jahren, hat sich der Preisanstieg für diesen Energieträger sowohl in Berlin als auch in Brandenburg dagegen abgeschwächt.

Auch wenn auf Grundlage momentaner Energieversorgungssituationen sowie durch inkonsistente politische Rahmenbedingungen eine Prognose der zukünftigen Entwicklung der Energiekosten nur eingeschränkt möglich ist, erwartet der BBU, dass die Energiepreise in den nächsten Jahren deutlich ansteigen werden.

Unter anderem weil die Lasten der Energiewende in Deutschland ungleich verteilt sind, fordert der BBU einen Neustart bzw. eine Wende für die Energiewende. Diese Forderungen, aber auch die zugehörigen Vorschläge hat der BBU in der Studie „Energiewende - Irrtümer aufbrechen, Wege aufzeigen“ im Juni 2018 veröffentlicht.

Für die Neuausrichtung sind aus Sicht des BBU vier Eckpunkte entscheidend:

  1. Ganzheitlicher Ansatz – konsequente Betrachtung der gesamten Volkswirtschaft mit ihren Ursache-Wirkungs-Ketten ohne Verschiebung von Einsparungslasten von einem Sektor auf den anderen sowie eine echte Sektorkopplung anstelle der Festlegung von Einzelzielen je Sektor.
  2. 2CO2-Einsparung als Effizienzmaßstab – Statt Energiekennwerte sollten CO2-Emissionen zu wesentlichen Zielwerten der Energiewende in der Wohnungswirtschaft gemacht werden. Wichtig ist dabei die Berücksichtigung der Gesamteffizienz (Maßnahmen im Quartier statt nur an Einzelgebäuden).
  3. 3Technologieoffenheit – Um die Energiewende effektiv und bezahlbar zu machen, muss bei jedem Neubau- oder Modernisierungsprojekt der Wettbewerb um die jeweils beste Lösung möglich sein. Erster Maßstab zur Bewertung des Nutzens und der Förderfähigkeit von Maßnahmen auch hier: Die Menge des damit langfristig eingesparten CO2.
  4. Fokus Erneuerbare Energien – Die direkt am Gebäude zunächst „gratis“ zur Verfügung stehende Umweltenergie (z.B. Sonne oder Abwärme) muss noch wesentlich stärker als bisher genutzt werden können. Sie ist ein wesentlicher Schlüssel zum Gelingen der Energiewende und langfristig ein entscheidender Faktor für günstige Heiz- und Energiekosten.

Der BBU bekennt sich zu einer sozial verträglichen, ökonomisch tragfähigen und in diesem Sinne gerechten Energiewende und wird sich dafür weiterhin mit allem Nachdruck in Politik und Verwaltung einsetzen.

Der Preisspiegel 2018 kann online zum Preis von 50 Euro brutto bestellt werden. Für BBU-Mitglieder versenden wir bei Interesse gerne ein gedrucktes Exemplar kostenlos, weitere Exemplare sind für einen vergünstigten Preis von 30 Euro brutto erhältlich.

 

 

Michael Lauermann

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