Brandenburgstatistik 2017: 2,5 Millionen Einwohner, 171 Nationalitäten

  • Wohnungspolitik

Brandenburgstatistik 2017: 2,5 Millionen Einwohner, 171 Nationalitäten

Die Bevölkerungszahl Brandenburgs stieg 2017 das vierte Mal in Folge. Zum 31. Dezember 2017 lebten im Land 2.504.040 Menschen und damit knapp 9.400 bzw. 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das ist auf rund 20.300 Geburten und 31.800 Sterbefälle sowie auf 82.000 Zu- und 61.300 Fortzüge im Jahr 2017 zurückzuführen. Dies hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 14. September 2018 mitgeteilt. BBU-Vorstand Maren Kern unterstrich: "Bei aller positiven Entwicklung bleibt doch höchst besorgniserregend, dass in Brandenburg nach wie vor deutlich mehr Menschen sterben als geboren werden. Außerdem ist das Wachstum weiterhin höchst ungleich verteilt. Die Wohnungswirtschaft fordert von Bund und Land deshalb starkes Engagement für Stadt- und Infrastrukturentwicklung." 

Insgesamt lebten im Land Brandenburg 171 verschiedene Nationalitäten. Die größte Bevölkerungsgruppe waren die Deutschen mit 2,4 Millionen, die 95,6 Prozent der gesamten Bevölkerung ausmachten. Dahinter folgen die polnischen Staatsangehörigen mit fast 20.000 sowie die syrischen Staatsangehörigen mit gut 17.000, die jeweils 0,7 Prozent der Gesamtbevölkerung stellten. An dritter Stelle stehen die russischen Staatsangehörigen mit 9.429 (0,4 Prozent) Personen. Am Ende der vielfältigen Liste finden sich Länder wie die Malediven, Seychellen oder Trinidad und Tobago, deren Staatsangehörigkeit zusammengenommen 7 Personen besaßen.

Das Wachstum verteilt sich ungleich auf die Bevölkerungsgruppen. Die Zahl der ausländischen Menschen nahm um 9.525 Personen zu. Darunter stieg der Zahl der polnischen Staatsangehörigen um 2.226 Personen, gefolgt von den syrischen (+1.783) und rumänischen (+1.033), am stärksten. Dagegen lebten Ende des Jahres 133 Deutsche weniger im Land als noch im Vorjahr. Rückläufig waren auch die Zahlen der in Brandenburg lebenden Pakistani (–80) und Russen (–46). Die Bevölkerungsentwicklung in den kreisfreien Städten und Landkreisen verlief ebenfalls uneinheitlich. Während die berlinfernen Landkreise Bevölkerungsrückgänge verkraften mussten, lebten in den an Berlin grenzenden Gebieten mehr Menschen. Mit Abstand am stärksten war der Zuwachs in der Landeshauptstadt Potsdam mit 3.900 Personen (+2,3 %). Den stärksten Rückgang verzeichnete der Landkreis Spree-Neiße mit 1.370 Personen (–1,2 %). Dies lässt sich mit der Entwicklung des Berliner Umlandes und des Weiteren Metropolenraumes begründen. Während das Umland um 11.414 Personen (+1,2 %) anwuchs, verringerte sich die Bevölkerungszahl im Weiteren Metropolenraum um 2.022 Personen (–0,1 %).

Dr. Wolfgang Schönfelder

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