Repräsentative Umfrage: Berliner wünschen sich mehr Mitsprache bei Bauvorhaben

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Repräsentative Umfrage: Berliner wünschen sich mehr Mitsprache bei Bauvorhaben

Hätten die Berlinerinnen und Berliner ein Mitspracherecht, wenn es um zusätzlichen Wohnungsbau in der Stadt geht, würde die Mehrheit Häuserlücken schließen (55 Prozent) oder Dachgeschosse ausbauen (53 Prozent). Für den Bau von Hochhäusern plädieren 40 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Berliner Sparkasse, die am 22. Mai 2018 veröffentlicht wurde. 29 Prozent der Befragten halten demnach den Bau kleinerer Wohnungen für einen geeigneten Weg, um mehr Wohnraum zu schaffen. Jeder Zehnte schlägt vor, Wohnungen mit mehreren Parteien zu teilen.

Eine besondere Verbindung haben die Berliner zu ihren Kiezen. Im Schnitt identifizieren sich 79 Prozent der Befragten mit ihrer Nachbarschaft – allen voran die Bewohner von Steglitz-Zehlendorf (89 Prozent), Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg (jeweils 88 Prozent). 56 Prozent der Berliner haben wohl gerade deshalb Interesse daran, sich bei Straßenfesten, Beetpflege, Müllsammeln und Co für den eigenen Kiez einzubringen. 13 Prozent tun dies bereits. Die Hauptverantwortung für den Kiez sieht die Mehrheit aber bei der lokalen Politik (52 Prozent), gefolgt von lokalem Handel, Büros und Gastronomie (27 Prozent) sowie Anwohnern (18 Prozent).

77 Prozent der Befragten wünschen sich zudem mehr Mitsprache bei den Bauvorhaben in der Hauptstadt. Neuer Wohnraum soll aus Sicht der meisten Berliner in Häuserlücken entstehen (55 Prozent). 53 Prozent plädieren dafür, die Dachgeschosse auszubauen. Hochhäuser kommen als Lösung für 40 Prozent der Berliner infrage. „Für Flächen im Innenstadtbereich läuft der Markt zwar allmählich heiß“, sagt Marcus Buder, Bereichsleiter Gewerbliche Immobilienfinanzierung bei der Berliner Sparkasse. „Nichtsdestotrotz: Für neuen Wohnraum hat Berlin selbst noch genug freie Flächen.“ Mit gemischten Gefühlen beobachten die Befragten, wenn aus einfachen Kiezen Szene-Viertel werden, in denen mit neuen Geschäften und Cafés auch neue Nachbarn Einzug halten, Häuser renoviert werden und Mietpreise steigen. Darin  sehen 39 Prozent der Berliner Chancen und 61 Prozent Risiken. Dabei sind ältere Berliner deutlich skeptischer als junge.

Die Ergebnisse sind Teil einer Studie der Berliner Sparkasse das ganze Jahr über die Zukunftsthemen der Hauptstadt. Das Umfrageinstitut Statista GmbH befragt dafür repräsentativ jeweils rund 1.000 Berlinerinnen und Berliner zu den Themen Zukunft des Wohnens, Zukunft der Mobilität, Zukunft der Finanzen und Zukunft des Arbeitens. Die Ergebnisse im Detail sind abrufbar unter presse@berliner-sparkasse.de.

Grafiken zu den Ergebnissen sind unter Quellenangabe frei nutzbar und stehen zur Verfügung unter http://s.de/yna.
 

Silke Schendel

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