Raumordnungsbericht 2017 vorgelegt

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Raumordnungsbericht 2017 vorgelegt

Ende 2015 lebten 82,2 Millionen Menschen in Deutschland und damit etwa zwei Millionen mehr als 1990. Das geht aus dem Raumordnungsbericht 2017 (18/13700) hervor, der als Unterrichtung durch die Bundesregierung vorliegt. Von 1990 bis 2015 sind der Vorlage zufolge fünf Millionen Menschen zugewandert, vor allem in die Großstädte und ihre Ballungsräume. In vielen ländlichen Regionen nehme die Bevölkerungszahl dagegen stetig ab. Derzeit würden 68 von 401 Kreisen (einschließlich kreisfreier Städte) in Deutschland mit weniger als 100 Einwohnern pro Quadratkilometer als "dünn besiedelt" gelten, heißt es. Bis 2035 könnte nach Regierungsangaben jeder siebte Kreis (51 Kreise) in den alten und jeder zweite Kreis (45 Kreise) in den neuen Bundesländern in diese Kategorie fallen.

"Während periphere Landgemeinden überwiegend Bevölkerung verloren haben, haben vor allem die Großstädte und Großstadtregionen zwischen 2005 und 2015 über 1,4 Millionen Einwohner dazu gewonnen", schreibt die Bundesregierung. Im gleichen Zeitraum seien 37 Prozent der Mittelstädte und 52 Prozent der Kleinstädte geschrumpft. Die zugrunde liegenden Wanderungsmuster dürften nach Ansicht der Regierung auch künftig Bestand haben: Insgesamt fänden pro Jahr etwa 2,6 Millionen Zu- oder Fortzüge über Kreisgrenzen hinweg statt - etwa 32 Wanderungen pro 1.000 Einwohner.

Der Bericht ist über die Website des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt-  und Raumforschung als PDF einzusehen.  

Silke Schendel

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