Bundesverkehrsministerium legt "Masterplan Bauen 4.0" vor - Einsatz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM)

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Bundesverkehrsministerium legt "Masterplan Bauen 4.0" vor - Einsatz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM)

Anlass für die Vorstellung des Masterplans durch Verkehrsminister Alexander Dobrindt am 24. Januar 2017 war ist zweite Zukunftsforum zur Digitalisierung des Bauens im Bundesverkehrsministeriums mit rund 350 Experten aus Bauwirtschaft, Wissenschaft und Technik. Mit BIM ließen sich Dauer, Kosten und Risiken großer Bauprojekte in erheblichem Umfang reduzieren, sagte Dobrindt. 

Ziel sei es, Innovationsführer beim digitalen Bauen zu werden. In Zukunft solle in Deutschland der klare Grundsatz gelten: Erst digital, dann real bauen, so Dobrindt weiter.

Das BIM soll bis 2020 zum Standard bei neuen Verkehrsinfrastrukturprojekten werden.
Der Masterplan Bauen 4.0 umfasst dabei fünf Punkte:

  1. Erprobung von BIM auf allen Verkehrsträgern: Das BMVI startet 20 weitere BIM-Pilotprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße und investiert dafür insgesamt 30 Millionen Euro.
  2. Pilotprojekte zum Einsatz von Drohnen: Unbemannte Flugsysteme können Baufelder deutlich präziser, schneller und kostensicherer vermessen als herkömmliche Methoden. Dies soll in neuen Projekten erprobt und in den BIM-Standard für 2020 aufgenommen werden.
  3. Start einer BIM-Cloud: Die Verfügbarkeit von Daten zu Eigenschaften von Materialien kann das digitale Bauen massiv beschleunigen. Diese Daten sollen in einer BIM-Cloud bereitgestellt werden.
  4. Einrichtung eines nationalen BIM-Kompetenzzentrums: Um die Umsetzung von BIM in allen Bereichen weiter voranzutreiben, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz der digitalen Planungsmethode in einer neuen, zentralen Anlaufstelle gebündelt werden.
  5. Gründung eines Construction Cluster: Wertschöpfung entsteht dort, wo Innovationen entwickelt, erprobt und eingesetzt werden. Ein BIM-Exzellenzcluster soll deshalb einen funktionierenden Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft gewährleisten.

Dr. David Eberhart

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