SMART LIVING – SMART LEARNING: Berufsschullehrer der Immobilienwirtschaft zu Gast beim BBU

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SMART LIVING – SMART LEARNING: Berufsschullehrer der Immobilienwirtschaft zu Gast beim BBU

Am 17. und 18. September 2015 tagten Berufsschullehrer der Immobilienwirtschaft aus dem ganzen Bundesgebiet in Berlin. Auf dem Programm standen Zukunftsthemen der digitalen Welt genauso wie das Kennenlernen der Berliner Wohnungswirtschaft.

Seit vielen Jahren organisieren der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und seine Regionalverbände Fachtagungen für Berufsschullehrer. Alle zwei bis drei Jahre, lädt dabei eine andere Region zum Austausch über zukunftsweisende Lerninhalte und zur Vernetzung der Akteure der beruflichen Ausbildung in der Immobilienwirtschaft ein. Nachdem im Jahr 2012 die letzte Fachtagung in Bochum stattgefunden hat, war es nun 2015 endlich soweit und Repräsentanten der Berufsschulen für Immobilienwirtschaft aus ganz Deutschland  sowie die Bildungsreferenten der Regionen folgten der Einladung des BBU nach Berlin.

Und Sie folgten  zahlreich! Über 80 Teilnehmer konnte der BBU zur Fachtagung in den Räumen der BBA - Akademie der Immobilienwirtschaft e.V. begrüßen. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Dr. Hans-Michael Brey, Geschäftsführender Vorstand der BBA,  war es an BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern, den Teilnehmern auf eindrucksvolle Weise die aktuellen Herausforderung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft insbesondere im Spannungsfeld der unterschiedlichen Marktlage  in Berlin und Brandenburg nahezubringen.

Smart Living und zukunftsweisende Lernstrategien im digitalen Zeitalter

Die weiteren Vorträge und Workshops der Tagung waren ganz dem Motto „Smart Living – Smart Learning“ gewidmet. Zunächst referierte Dr. Claus Wedemeier, Referent für Neue Medien im BBU und GdW, sehr anschaulich und lebendig darüber, wie moderne Technik den Wohnalltag unterstützt gefolgt von einem spannungsgeladenen Vortrag von Michael Härtel, Leiter des Arbeitsbereichs „Digitale Medien, Fernlernen, Bildungspersonal“ des BIBB Bundesinstituts für Berufsbildung, zum Thema „Digitalisierung der Arbeitswelt – Lernstrategien für die Zukunft“. Herr Härtel machte den Teilnehmern eindringlich bewusst, welchen Herausforderungen eine zukunftsfähige Berufsbildung im Zeitalter von Globalisierung, Digitalisierung und Informatisierung gegenübersteht und welch große Rolle die Medienkompetenz in Lehr- und Lernprozessen spielen muss.

Das Programm der Tagung wurde abgerundet durch drei parallele Workshops, die sich intensiv mit der Nutzung neuer Medien wie Smart-Boards und Moodle im Berufsschulunterricht befassten.

 

Abendveranstaltung mit Weitblick

Am Abend hatte der BBU in das Panoramarestaurant „Sphere“ im Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz geladen. In allseits guter Stimmung wurden dort die Erkenntnisse des Tages bei einem Glas Wein und gutem Essen mit einer grandiosen Aussicht über die erleuchtete Berliner City weiter vertieft. Die Zahl derer, die es anschließend noch ins Berliner Nachtleben zog, war eher gering, da auch am zweiten Tagungstag ein anspruchsvolles Programm auf die Teilnehmer wartete.

Zeitreise durch die Berliner Wohnungswirtschaft

Am Freitag früh um 9:00 Uhr startete die Gruppe zu einer Zeitreise durch Berliner Quartiere verschiedener Epochen. Die Gruppe wurde auf dem Weg von Station zu Station begleitet vom Stadtführer Matthias Hopp der mit Geschichte und Geschichtchen ebenso sympathisch wie kenntnisreich die Fahrtzeit verkürzte und sich den Beifall der Teilnehmer wohlverdient hat.

Erste Station der Zeitreise war der Chamissoplatz, das bunte Gründerzeitquartier im Kreuzberger Kiez, wo Katy Wollenberg als Vertreterin der Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, engagiert und unterhaltsam durch den Bestand führte und mit viel Geduld alle Fragen der Teilnehmer beantwortete.

Welterbe hautnah

Station Nr. 2 war die von den berühmten Bauhaus-Architekten Bruno Taut und Martin Wagner errichtete Hufeisensiedlung, die im Jahr  2008 in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde. Dort wurde die Gruppe nicht nur von Kirsten Schwentesius, der Leiterin des dortigen Servicepoints der Deutsche Wohnen AG, sondern gleich von mehreren Mitarbeitern und Mitgliedern des Fördervereins empfangen. Auch hier stand nicht nur die Führung durch das Quartier auf dem Plan. Bei der Besichtigung der Info-Station, einer aufwendig denkmalgerecht sanierten Wohnung mit originaler Küchen- und Badeinrichtung, Laden und Mietergarten, wurde das Wohnen in der Hufeisensiedlung in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts hautnah erlebbar.  Bei der anschließenden Tour durch die Bestände wurden mit viel Engagement Hintergründe und Geschichten dieses einzigartigen Baudenkmals und seiner Bewohner vermittelt.

Im Bauch der Schlange

Auch am Schluss unserer Zeitreise gab es noch ein ganz besonderes Objekt zu besichtigen, diesmal mit Unterstützung der degewo AG: Die Schlangenbader Straße die in den 1970er Jahren als Überbauung direkt oberhalb der vierspurigen Autobahn A 104 errichtet wurde.
Hier wurde die Gruppe von Elke Benkenstein, der Leiterin des Kundenzentrums City der degewo AG, unterstützt von Mitarbeitern aus  der „Schlange“ betreut, deren sympathische und kenntnisreiche Erläuterungen die Führung zu einem bleibenden Erlebnis machten. Zuerst ging es in die Katakomben des riesigen Bauwerks, wo sich hunderte von Tiefgaragen-Stellplätzen aneinanderreihen. In den Etagen - nur wenige Meter von der Autobahn entfernt - konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass kaum ein Laut durch die Mauern nach innen dringt. Den krönenden Abschluss bildete ein Ausflug aufs Dach der Großwohnsiedlung mit einem grandiosen Blick über Berlin.

Nach der Tagung ist vor der Tagung

Bevor sich die Wege der Teilnehmer wieder trennten, gab es bei einem Abschlussimbiss im neuen Verbandshaus des BBU noch Gelegenheit für ein Resümee. „Hinter uns liegen zwei erkenntnisreiche Tage, in denen nicht nur Wissen vermittelt sondern auch das Ausbildungs-Netzwerk der Wohnungswirtschaft neu belebt wurde. Die einhellige positive Resonanz der Teilnehmer hat uns als Gastgeber und Organisatoren der Veranstaltung sehr gefreut“ so das Fazit von Christine Preuß, Referentin für Personal und Ausbildung des BBU. 

Die nächste Fachtagung für Berufsschullehrer in der Immobilienwirtschaft wird zwar erst in zwei bis drei Jahre stattfinden, doch es steht jetzt schon fest, dass alle wieder mit Freuden dabei sein werden wenn es 2017 nach Dresden geht.

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