Deutsche Wohnen führt Sanierung der UNESCO-Welterbesiedlung Siemensstadt fort

  • Aus den Mitgliedsunternehmen

Deutsche Wohnen führt Sanierung der UNESCO-Welterbesiedlung Siemensstadt fort

Die Deutsche Wohnen investiert weitere 8,4 Millionen Euro in die denkmalgerechte Sanierung der Berliner Ringsiedlung Siemensstadt, die seit 2008 auf der Welterbeliste der UNESCO steht. Bereits im Juni 2015 begannen erste Arbeiten am „Langen Jammer“, einem 340 Meter langen, geschwungenem Wohngebäude am östlichen Ende der Siedlung, das vom renommierten Architekten Otto Bartning errichtet wurde.

„Wir wollen der Siedlung ihren alten Charme wiedergeben und investieren daher umfangreich in den Bestand“, berichtet Stefan Degen, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH. „Als größter Eigentümer von Wohnimmobilien unter Denkmalschutz in Deutschland fühlen wir uns unserem architektonischen Erbe in besonderem Maße verpflichtet.“ Neben der Ringsiedlung Siemensstadt ist die Deutsche Wohnen auch Eigentümerin von drei weiteren Siedlungen der Berliner Moderne, die im Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden: der Weißen Stadt in Reinickendorf, der Hufeisensiedlung in Britz sowie der Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg. Insgesamt hat die Deutsche Wohnen bisher knapp 39 Millionen Euro in die Sanierung dieser Siedlungen investiert.

Um die Einzigartigkeit der Ringsiedlung zu bewahren, hatte die Deutsche Wohnen bereits von 2009 bis 2014 insgesamt 10,2 Millionen Euro in die Sanierung des nördlichen Teils der Siemensstadt investiert. Nach dem Zusammenschluss mit der GSW Immobilien AG Ende 2013 ist die Deutsche Wohnen Eigentümerin der gesamten Ringsiedlung und kann die Sanierungsarbeiten komplettieren.

Im Rahmen der Arbeiten am „Langen Jammer“ steht in diesem Jahr die Sanierung von Fassaden und Dächern auf dem Programm. Im nächsten Jahr folgen die Erneuerung der Haustechnik, der Sanitär- und Elektrostränge, die Dämmung von Keller und Dachböden, die Sanierung der Treppenhäuser sowie letzte Fassaden- und Dacharbeiten.

Bereits Ende 2014 wurde mit der Planung und Ausführung der Sanierungsarbeiten an einem Gebäudekomplex im Jungfernheideweg und der Goebelstraße begonnen, der bei der Errichtung der Ringsiedlung von Bauhaus-Gründer Walter Gropius gestaltet wurde. Die Gebäude werden entsprechend der bauzeitlichen Vorgaben wieder weiß verputzt, die Fenster, Kastenrinnen und Geländer grau gestrichen und die Spaltklinkerverkleidung zwischen den Fenstern und der Sockelzone instandgesetzt. Daneben werden die Elektrosteigeleitungen verstärkt, die Treppenhäuser – sehr aufwendig insbesondere die Treppenhausfensterbänder – sowie Fenster und Türen instandgesetzt, Keller und Dachböden gedämmt und die Laubengänge in der Goebelstraße saniert. Die Arbeiten werden Ende 2016 abgeschlossen sein.

Die Ringsiedlung Siemensstadt wurde von Mitgliedern der innovativen und progressiven Architekten-Vereinigung „Der Ring“ zwischen 1929 und 1934 erbaut. Die sechs Architekten Otto Bartning, Fred Forbat, Walter Gropius, Hugo Häring, Paul-Rudolf Henning und Hans Scharoun verwirklichten in der Siedlung ihre Ideale von modernem Städtebau. Dementsprechend vielfältig präsentiert sich die Siedlung heute. Vom Gropius’schen Funktionalismus über die Raumkunst Scharouns bis zum organischen Formenreichtum Härings ist die gesamte Spannbreite des „Neuen Bauens“ sichtbar. Die Deutsche Wohnen hat in der Ringsiedlung die „Info Station Siemensstadt“ in der Goebelstraße 2 eingerichtet, die Anwohner und Fachtouristen über das architektonische Erbe der Siedlung informiert. Weitere Informationen zur Ringsiedlung Siemensstadt und zu den weiteren UNESCO-Siedlungen finden Sie unter: www.welterbesiedlungen-berlin.de.

Mieke Goldhahn

T +49 (30) 89781 - 126
F +49 (30) 89781 - 4126

BBU-Mitgliedsunternehmen