5 Millionen Menschen mehr

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5 Millionen Menschen mehr

Seit der deutschen Einheit sind 5,4 Millionen Menschen mehr nach Deutschland eingewandert, als das Land verlassen haben. Wie aus dem von der Bundesregierung vorgelegten Migrationsbericht 2013 hervorgeht, zogen zwischen 1991 und 2013 21,3 Millionen Menschen vom Ausland nach Deutschland zu, während 15,9 Millionen Menschen das Land verließen.

Nach dem Bericht setzen sich die Zuzugszahlen im Zeitverlauf aus unterschiedlichen Zuwanderergruppen zusammen. Bis Mitte der 1990er Jahre hat der Zuzug von (Spät-)Aussiedlern und Asylantragstellern eine große Rolle gespielt. Seit 1991/92 kam der Zugang von Kriegs- und Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien hinzu, die jedoch größtenteils wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind, sowie die gestiegene, aber häufig zeitlich begrenzte Arbeitsmigration aus Nicht-EU-Staaten.

Nach dem Tiefpunkt der Wanderungszahlen im Jahr 2006 ist nun ein kontinuierlicher Wiederanstieg des Zuzugs zu verzeichnen. Im Jahr 2013 wurden etwa 1,23 Millionen Zuzüge registriert, ein Anstieg um 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine solch hohe Zuwanderungszahl war zuletzt 1993 zu verzeichnen gewesen. Unter den Zuziehenden waren 1,11 Millionen ausländischer Staatsangehörigen - Unionsbürger und ihre Familienangehörigen sowie Drittstaatsangehörige.

Ebenso stieg die Zahl der Fortzüge im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent an. 2013 wurden 0,80 Millionen Fortzüge registriert, darunter 0,66 Millionen Fortzüge von Ausländern. 2013 erreichte der Wanderungsgewinn mit 428.607 Personen den höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger am Zuwanderungsgeschehen betrug 90,3 Prozent.

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