Jahresstatistik der BBU-Mitgliedsunternehmen 2013 ist erschienen

  • Studien & Statistik

Jahresstatistik der BBU-Mitgliedsunternehmen 2013 ist erschienen

In wenigen Tagen geht die Jahresstatistik der Mitgliedsunternehmen des BBU für das Jahr 2013 in den Versand an die Mitgliedsunternehmen. Die jährliche Ausgabe der BBU-Materialie liefert auf 111 Seiten umfassende Informationen und Statistiken zu Situation und Entwicklung der Wohnungswirtschaft und der Wohnungsmärkte in Berlin und im Land Brandenburg.

Grundlage der Berichterstattung sind die umfangreichen Vollerhebungen des BBU bei seinen 351 Mitgliedsunternehmen in Berlin und dem Brandenburg. Mit ihren fast 1,1 Millionen Wohnungen, davon knapp 630.000 in Berlin und 350.000 im Land Brandenburg, repräsentieren die Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften gut 40 Prozent des Mietwohnungsbestandes in der Region und versorgen rund zwei Millionen Menschen mit bezahlbarem Wohnraum. Aufgrund des hohen Marktanteils des erfassten Wohnungsbestandes verfügt der BBU über die umfassendste Datensammlung dieser Art in der Region und damit über eine fundierte Argumentationsbasis für die Interessenvertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Mit zahlreichen Tabellen und Grafiken informiert das Kompendium neben der Bautätigkeit über die Investitionsentwicklung der Wohnungsunternehmen. Weitere Themenschwerpunkte sind die Entwicklung von Mieten und Betriebskosten und die derzeitige Vermietungssituation. Dabei haben sich zwei gegensätzliche Entwicklungen in der Region verstetigt: Während es auf den Wohnungsmärkten in Berlin und in vielen Umlandgemeinden durch hohen Zuzug und weiter sinkende Leerstände nur noch wenig freie Wohnungen gibt, droht den berlinfernen Regionen des Landes Brandenburg infolge der demografischen Entwicklung eine neue Leerstandswelle. Umfangreicher Neubau auf der einen Seite und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Stadtumbau Ost auf der anderen Seite sind entsprechend die beiden großen Handlungsoptionen für langfristig ausgeglichene Wohnungsmärkte. Im Land Brandenburg stehen dabei Bilanz und Perspektiven beim Stadtumbau Ost im Vordergrund der Betrachtung.

Nicht nur die Jahresumsätze von fast fünf Milliarden Euro, sondern auch die anhaltend hohe Investitionen unterstreichen das wirtschaftliche Gewicht der Mitgliedsunternehmen des BBU für Berlin und das Land Brandenburg. Seit Beginn der 90er Jahre haben sie fast 46 Milliarden Euro in Neubau und Bestand investiert. Davon profitierten auch die Handwerksbetriebe und das Baugewerbe in der Region. Im Schnitt investierten die BBU-Mitgliedsunternehmen allein 2013 fast drei Millionen Euro pro Tag in Berlin und rund 1,2 Millionen Euro pro Tag im Land Brandenburg. Neben den 9.500 eigenen Arbeitsplätzen sicherten ihre investitionsbedingten Aufträge, gemessen an den Umsätzen pro Beschäftigten im Ausbaugewerbe, umgerechnet rund 13.000 weitere Arbeitsplätze in Bauwirtschaft, Handwerk und bei den Lieferanten in der Region. In vielen Orten des Landes Brandenburg gehören die Wohnungsunternehmen zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben.

Die beträchtlichen Aufwendungen für den Wohnungsbestand spiegeln sich in einem hohen Modernisierungsgrad wider. Dies gilt insbesondere bei der energetischen Sanierung und dem generationengerechten Umbau. Die rund zwei Millionen Mieter der BBU-Mitgliedsunternehmen profitieren hiervon in Form von energetisch modernen Wohnungen, gutem Wohnkomfort und nur moderat steigenden Betriebskosten. Gleichzeitig konnte die CO2-Bilanz der Wohnungen deutlich verbessert werden. In Berlin emittierten ihre Wohnungen bereits im Jahr 2010 rund 860.000 Tonnen bzw. 40 Prozent weniger CO2  als 1990. Im Land Brandenburg konnten die CO2-Emissionen des Wohnungsbestandes sogar um fast 75 Prozent gesenkt werden.

Trotz der großen Investitionsleistungen sorgt eine professionelle Bestandsbewirtschaftung auch ohne verschärfte Mietenregulierungen für weiterhin günstige Mieten, die in Berlin unterhalb des Mietspiegelmittelwertes liegen. Nettokalt kostete eine der Wohnungen der Mitgliedsunternehmen des BBU im Dezember 2013 durchschnittlich 5,28 Euro/Quadratmeter in Berlin und 4,69 Euro/Quadratmeter im Land Brandenburg. Das steht sowohl für die große soziale und stadtentwicklungspolitische Verantwortung der Wohnungsunternehmen bei der Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum als auch für ihr wirtschaftliches Augenmaß bei Investitionen.

Im ersten Teil der BBU-Jahresstatistik werden die zentralen Aussagen der Jahresstatistik zusammengefasst. Im zweiten und dritten Teil erfolgt eine detaillierte und regional differenzierte Darstellung von Entwicklungen auf den Wohnungsmärkten in Berlin und im Land Brandenburg. 

Die Mitgliedsunternehmen des BBU werden ein kostenloses Exemplar der Jahresstatistik 2013 erhalten. Weitere Exemplare können zum Vorzugspreis für Mitglieder (17,50 Euro) per E-Mail (info@bbu.de) oder im Internet unter www.bbu.de  bestellt werden. Nicht-Mitglieder können die BBU-Materialie 3/2014 zum Preis von 69,00 Euro zzgl. MwSt. erwerben.

BBU-Mitgliedsunternehmen