BBU-Vorständin Kern im Wirtschaftswoche-Interview: "Wohnungsunternehmen in Berlin halten Investitionen zurück"

Der BBU in den Medien

BBU-Vorständin Kern im Wirtschaftswoche-Interview: "Wohnungsunternehmen in Berlin halten Investitionen zurück"

In der Wirtschaftswoche vom 11. Dezember 2021 wurde BBU-Vorständin Maren Kern in einem Interview u.a. zum weiteren Vorgehen mit der Enteignungsfrage in Berlin befragt. Sie kritisierte die langen Zeitläufe der Expertenkommission und warnt vor den Folgen für Mieter und Investoren. Ihr Resümee: "Für den Wirtschaftsstandort Berlin ist die aktuelle Lage absolut negativ." 

Auf die Eingangsfrage, ob die eingesetzte Expertenkommission richtig sei, antwortete sie:"Ich halte den Zeitraum, innerhalb dessen sich die Expertenkommission mit der Thematik auseinandersetzen soll, für eindeutig zu lange. Dass alleine die Besetzung der Kommission hundert Tage dauern soll, halte ich für viel zu lange. So etwas ist doch auch im halben Zeitraum oder auch einem Monat zu schaffen." In der Folge sei bereits jetzt deutlich zu erkennen, dass die BBU-Mitgliedsunternehmen aufgrund der Unsicherheit ihre Investitionen zurückhielten. Auch beim Neubau und Zukauf herrsche Zurückhaltung. Sie gehe jedoch fest davon aus, dass der BBU ein Mitglied der neuen Kommission sei: "Wir sind eine entscheidende Stimme."

Auf die Frage, ob es zur Enteignung kommen werde, antwortete Maren Kern: "Die Kommission soll ja prüfen, ob der Volksentscheid verfassungsmäßig, finanziell und gesellschaftlich umsetzbar ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein solches Enteignungsgesetz vor den Verfassungsgerichten halten würde. Die zweite große Hürde sehe ich in den Finanzaspekten".

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