Energieeffizienz offen gedacht

Energieeffizienz offen gedacht

Effizientes Energiemanagement in der Wohnungswirtschaft

Was Sie schon immer über Energieeffizienz wissen wollten: Wahre Energieeffizienz bestimmt sich weder allein durch niedrige Energieverbräuche, noch ausschließlich durch niedrige Energieverluste. Aber was steckt dann hinter diesem vielzitierten Begriff, der so viel zu versprechen scheint? Wie kann für den Gebäudebereich eine nachhaltige, sichere und effiziente Energieversorgung zu tragbaren Kosten erreicht werden? Und welcher Nutzen lässt sich daraus ziehen?

Mit der BBU-Initiative „Energieeffizienz offen gedacht“ wollen wir gemeinsam mit Ihnen Irrtümer aufbrechen und Wege aufzeigen, damit die Energiewende – trotz aller vorhandenen Hürden – endlich vorankommt. Neben der Bereitstellung von Informationen auf dieser Seite sowie in unserem Downloadbereich möchten wir insbesondere zur Diskussion anregen. Als Austauschplattform stellt der BBU seinen Mitgliedsunternehmen (Vollmitglieder) das Forum Energieeffizienz offen gedacht zur Verfügung, um sich mit anderen Akteuren der Wohnungswirtschaft auszutauschen, Hilfestellungen einzuholen oder anzubieten und sich zu vernetzen.

Warum ein „weiter so“ kein Weg ist
Das Erreichen der deutschen Klimaziele 2020 scheint nach Veröffentlichung der Treibhausgasemissionen für das Jahr 2019 durch das Umweltbundesamt tatsächlich möglich, nachdem die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzbericht 2018 noch eine Verfehlung der Zielerreichung prognostiziert hatte.

Doch die Energiewende kann nur durch Anstrengungen und Zusammenwirken aller Sektoren wirklich und langfristig gelingen. Die jüngsten Erfolge in der Emissionsreduktion werden insbesondere vom Energiesektor getragen, wohingegen andere Sektoren – darunter auch der Gebäudesektor – eine Zunahme der Emissionen verzeichnen.

Angesichts der globalen Erwärmung und auch der von Deutschland in diesem Zusammenhang
eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen ist aber klar: Die Energiewende muss
gelingen. Statt eines "weiter so" mit überkommenen und vor allem einengenden Dogmen
ist es deshalb höchste Zeit, Energiewende und Klimaschutz neu zu denken. Einige notwendige Eckpunkte aus Sicht der Wohnungswirtschaft:

  • CO2-Einsparung als Effizienzmaßstab: Die CO2-Einsparung, nicht mehr die (theoretische) Energieeffizienz, muss zum Schrittmacher der Energiewende werden.
  • Technologieoffenheit: Ermöglichung des Wettbewerbs um die jeweils besten (=effizientesten und nachhaltigsten) Lösungen bei Neubau und Modernisierung.
  • Fokus Erneuerbare: Konsequente Dekarbonisierung der Energieversorgung durch ihre Umstellung auf erneuerbare Energien – zum Nutzen für die Wohnungswirtschaft sowie für die Mieterinnen und Mieter.
  • Monitoring: Durchführung von Betriebskosten- bzw. Verbrauchs-Monitorings sowie Transparente bundeseinheitliche Monitoring-Standards als Grundlage einer wissenschaftlichen Begleitung der Energiewende.
  • Ganzheitlichkeit: Schluss mit der gebäude- oder sektorbegrenzten Betrachtung der Energiewende.

Die notwendigen Eckpunkte für tatsächliche Energieeffizienz und eine erfolgreiche Energiewende sind nicht allein durch die Wohnungswirtschaft zu stemmen. Aber auf Grundlage einer in diesem Sinne neu gedachten Energiewende könnte auch der Gebäudesektor einen noch deutlich höheren Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten als schon bisher. Der BBU appelliert daher auch an die Politik, sich dieser Themen anzunehmen und die Rahmenbedingungen so anzupassen, dass die Unternehmen die bereits vorhandenen technischen Möglichkeiten zur Erreichung eines nahezu CO2-freien Gebäudebestandes auch tatsächlich effektiv nutzen können. Mit dieser Seite leistet der BBU hierzu einen weiteren Beitrag.

Downloads

Informationen zum Thema Energieeffizienz
Informationen zum Thema Energieeffizienz

Die BBU-Klimabilanz

Deutschlandweit einmaliges CO2-Monitoring
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ALFA®

Das BBU-Projekt „ALFA® - Allianz für Anlagenenergieeffizienz“
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