Am 19. Mai 2026 haben die Regierungs-Fraktionen im Brandenburger Landtag ihre gemeinsamen Vorschläge für schnelleres und kostengünstigeres Bauen vorgelegt. Ziel der Bauordnungs-Novelle ist es, vorhandene Gebäude besser zu nutzen, Verfahren zu vereinfachen und unnötige Kostentreiber abzubauen. Dazu gehören mehr Genehmigungsfreistellungen, weniger Hürden bei Nutzungsänderungen, der Umbauparagraph sowie geringere Zusatzpflichten bei Dachausbau und Aufstockung.
BBU-Vorständin Maren Kern kommentierte: „Wir begrüßen sehr, dass sich die Regierungsfraktionen auf die finale parlamentarische Beratung der Novelle der Brandenburger Bauordnung verständigt haben. Besonders wichtig dabei: Nicht nur der Neubau, sondern auch das Modernisieren und Weiterentwickeln des Bestands in den Fokus genommen werden. Brandenburg hat verstanden, dass Bauen und Modernisieren schneller, einfacher und kostengünstiger werden müssen – im Interesse von bezahlbarem Wohnen und erfolgreichem Klimaschutz. Jetzt kommt es darauf an, die Novelle zügig zu verabschieden und anschließend vor Ort verlässlich und praxisnah anzuwenden."
Der Entwurf enthält eine Reihe wichtiger Verbesserungen. Die klare Fokussierung auf verfahrensfreie Verfahren und Genehmigungsfreistellungen kann Prozesse spürbar vereinfachen und beschleunigen – in einigen Bereichen entsteht dadurch eine Genehmigungsfiktion. Die Ausweitung auf alle Gebäudeklassen und Gebäudearten eröffnet zusätzliche Spielräume. Sehr zu begrüßen ist die Einführung eines eigenen "Umbauparagraphen", der die Anpassung und effizientere Modernisierung des Bestands erheblich erleichtert. Auch bei den Baustandards setzt Brandenburg wichtige Signale – etwa durch flexiblere Vorgaben bei Raumhöhen, Abstellräumen und Stellplätzen. Kern: „Das ist ein starkes Bekenntnis zum bezahlbaren Bauen, Modernisierung und Wohnen. Jetzt muss der Fokus auf die Umsetzung vor Ort gelegt werden – mit mehr Digitalisierung und klaren Entscheidungswegen. Das begleiten wir im Bündnis für Wohnen gerne aktiv.
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