Mietenanstieg unterhalb der Baupreisinflation
Im Durchschnitt 5,82 Euro pro Quadratmeter und Monat betrug zum 31. Dezember 2024 die Nettokaltmiete von Mietwohnungen der Mitgliedsunternehmen des BBU im Land Brandenburg. Das entspricht einer Steigerung von 3,7 Prozent zum Vorjahr (+21 Cent).
Die Warmmiete stieg im gleichen Zeitraum um 28 Cent auf durchschnittlich 9,15 EUR/m² (+3,2 %).
Mit Blick auf den im gleichen Zeitraum registrierten Preisanstieg bei den Baukosten von bis zu plus 5,1 Prozent ist der Mietenanstieg 2024 bei den Mitgliedsunternehmen des BBU als nach wie vor moderat zu bewerten. Allerdings geht die weit unterhalb der Baupreisinflation verbleibende Mietenentwicklung zulasten der Wirtschaftskraft der BBU-Mitgliedsunternehmen, da real immer weniger Finanzmittel für notwendige Investitionen für Neubau und vor allem (energetische) Modernisierung bleiben.
Für Wohnungen im Mitgliederbestand der Brandenburger Wohnungsgenossenschaften zahlten Mieter und Mieterinnen am Jahresende 2024 im Schnitt 5,63 Euro nettokalt pro Quadratmeter (2023: 5,42 €/m²), für Wohnungen bei den zumeist kommunalen Wohnungsbaugesellschaften 5,94 €/m² (5,74 €/m²). Die Entwicklung der Bestandsmiete genossenschaftlicher Mietwohnungen im Jahr 2024 (+3,9 %) lag damit leicht über der landesweiten Steigerungsrate, die der Wohnungsgesellschaften (+3,5 %) leicht darunter.
Der Durchschnittsmietpreis bei den Brandenburger Mitgliedsunternehmen des BBU zeigt eine deutliche regionale Disparität und weist in Abhängigkeit zur Entfernung zu Berlin deutlich niedrigere Werte mit Mieten von teilweise unter fünf EUR/m² in Gemeinden des Weiteren Metropolenraums aus.
In den Städten des Berliner Umlandes stieg die durchschnittliche Nettokaltmiete nach zuletzt 6,14 €/m² im Dezember 2023 um +4,6 Prozent bzw. plus 28 Cent/m² auf 6,42 Euro je Quadratmeter und Monat, und lag damit rund 10% über dem für das gesamte Land ermittelten Durchschnittswert von 5,82 €/m².
In den Gemeinden des Weiteren Metropolenraums stieg die Durchschnittsmiete um moderate 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,47 EUR/m² nettokalt.
Verglichen mit der Durchschnittsmiete der BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin (Ende 2024: 6,97 €/m²) wohnte es sich bei den Mitgliedsunternehmen mit Sitz in Gemeinden des Berliner Umlandes um rund acht Prozent (-55 Cent), in den Gemeinden des Weiteren Metropolentraums sogar um im Durchschnitt 1,50 Euro pro Quadratmeter günstiger als in Berlin. Auch die Durchschnittsmiete in Potsdam (6,64 EUR/m²) lag rund fünf Prozent unter dem Berliner Niveau.
Regionale Angaben nach Landkreisen und kreisfreien Städten sowie Gemeinden des Landes Brandenburg (exklusiv für Mitgliedsunternehmen des Verbandes) finden Sie in einem separaten Artikel.
Die Grafiken in diesem Artikel stehen als JPG zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus stehen exklusiv für BBU-Mitgliedsunternehmen weitere Daten als Excel-Download zur Verfügung:
| Anlage 1 | Mieten und Betriebskosten der Mitgliedsunternehmen des BBU im Land Brandenburg 2010 bis 2024 |
| Anlage 2 | Mieten und Betriebskosten der Mitgliedsunternehmen des BBU im Berliner Umland 2010 bis 2024 |
| Anlage 3 | Mieten und Betriebskosten der Mitgliedsunternehmen des BBU im Weiteren Metropolenraum 2010 bis 2024 |
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