Mit Mitteln des im Juli 2000 erlassenen Landesrückbauprogramms und ab 2002 mit Mitteln des Bund-Länder-Programms "Stadtumbau Ost" wurden in Sachsen bislang mehr als 40.000 überzählige, leer stehende Wohnungen abgerissen. Mittel für den Rückbau von 66.570 Wohnungen sind derzeit bewilligt. Dies teilte Staatsminister Dr. Thomas de Maizière im Rahmen einer Zwischenbilanz zum Stadtumbau im Freistaat mit.
Die Maßnahmen des Stadtumbaus würden in großem Umfang mit anderen Programmen der Städtebauförderung gekoppelt. Dadurch seien Stadtkerne, wie zum Beispiel der Bautzens, nachhaltig aufgewertet worden. Angesichts der Startschwierigkeiten des Rückbaus und der Tatsache, dass der Rückbau den Verzicht auf Eigentum bedeute, sei das erzielte Ergebnis eine enorme Leistung, so de Maiziére. Erste Ergebnisse seien bereits sichtbar. Seit 2003 meldeten die Verbände der Wohnungswirtschaft für ihre Unternehmen leicht sinkende Leerstandsquoten. Allerdings stünden immer noch rund 400.000 Wohnungen leer und jedes Jahr kämen durch den Eigenheimbau Tausende Wohnungen hinzu. „Deshalb bleibt der Stadtumbau angesichts der prognostizierten demographischen Entwicklung die herausragende Zukunftsaufgabe und wird der Schwerpunkt in der Stadtentwicklung der nächsten Jahre sein. Dementsprechend sieht die Koalitionsvereinbarung den Rückbau von insgesamt 250.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2015 als Ziel vor“, machte de Maizière deutlich. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, käme es auf die sächsischen Kommunen an, die ihre „Städtebaulichen Entwicklungskonzepte“ anpassen und weiterentwickeln müssten. Aber auch Eigentümer und Bewohner seien gemeinsam mit den Stadtverwaltungen gefordert, um vor Ort „intelligente Anpassungsstrategien“ zu finden. Ein stärkeres Gewicht nehme zukünftig die Abstimmung mit den Nachbargemeinden ein.